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Dann erwähnt er die Geschichte doch noch

Das Raiffeisen-Geschäft floriert trotz der Affäre Vincenz. Das steht für den abtretenden Bankchef Patrik Gisel im Vordergrund – bis ganz zuletzt.

Die Zahlen gut, der Ruf im Keller: Patrik Gisel (mitte) bei seiner letzten Bilanzmedienkonferenz im März 2018.
Die Zahlen gut, der Ruf im Keller: Patrik Gisel (mitte) bei seiner letzten Bilanzmedienkonferenz im März 2018.
Keystone

Endlich verstummt die Liftmusik. Eine Sprecherin erklärt kurz, wie die Telefonkonferenz ablaufen wird, und dann ist Patrik Gisel dran und begrüsst die Journalisten. Es ist wohl sein letzter Medientermin als oberster Genossenschaftsbanker. 45 Minuten lang erklärt er, wie es der Raiffeisen geht, die jetzt noch seine Bank ist. Er wirkt dabei eine ganze Weile so, als ob nichts geschehen wäre. Das Geschäftsergebnis sei ausgezeichnet, die Erträge würden weiter steigen, das oft infrage gestellte Hypothekenportfolio sei stabil. Dann erwähnt er die Geschichte doch noch. Jene Geschichte, die letztlich zu seinem Abgang beigetragen hat. Das Strafverfahren der Bank gegen seinen Vorgänger Pierin Vincenz. Die Kritik der Finanzmarktaufsicht (Finma), weil die interne Kontrolle schwere Mängel aufwies.

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