Zum Hauptinhalt springen

Die ZKB ist kein Privatclub

Nicht informiert zu werden, macht misstrauisch, vor allem, wenn die Geheimniskrämerei nicht begründet wird.

MeinungBruno Schletti

Früher hiess es Bankgeheimnis. Dann tauften es die Bankiers um in Bankkundengeheimnis – weil es ­darum gehe, die Intimsphäre der Kundinnen und ­Kunden zu schützen. Was nicht heisst, dass es keine Bankgeheimnisse mehr gibt. Über die Notfallplanung der Zürcher Kantonalbank beispielsweise will partout niemand reden – ganz als ob dieses Thema weder Kunden noch Bürger noch Steuerzahler des Kantons Zürich etwas anginge.

Es war im letzten November, als die Nationalbank die ZKB als systemrelevant einstufte. Dieser Stempel bedeutet, dass die Bank, sollte sie in Schwierigkeiten geraten, den ganzen Zürcher Wirtschaftsraum gefährden könnte. Ein auszuarbeitender Notfallplan soll aufzeigen, wie das verhindert werden kann. So weit, so gut. Acht Monate sind seither vergangen ohne eine Verlautbarung in der Sache. Weder die Nationalbank noch die Finanzmarktaufsichtsbehörde (Finma) noch die Bank selbst geben Auskunft zum Stand der Notfallplanung. Nicht einmal die Frage nach dem Zeitpunkt, bis wann der Plan vorzuliegen hat, wird beantwortet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen