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«Diese Diktatur muss aufhören»

Swatch-Boss Nick Hayek geisselt die Börse. Sie sei «ein Kasino und nichts anderes». Seine Aufregung hat einen Grund.

Börse ist seiner Meinung nach schuld, dass Uhrmacher Personal sparen, obwohl es immer noch gut läuft: Swatch-Boss Nick Hayek. (Archivbild)
Börse ist seiner Meinung nach schuld, dass Uhrmacher Personal sparen, obwohl es immer noch gut läuft: Swatch-Boss Nick Hayek. (Archivbild)
Keystone

Nick Hayek sieht die Schweizer Uhrenindustrie alles andere als in einer Krise. Der Chef der Swatch-Gruppe bezeichnete es als «widersinnig», dass grosse Unternehmen der Branche vor Weihnachten Entlassungen und Kurzarbeit ankündigten.

Er habe nichts dagegen, wenn Unternehmen in einer wirklich problematischen Situation auf Kurzarbeit zurückgriffen. Aber in einem von Wachstum oder Stabilität geprägten Umfeld sende dies eine gefährliche Botschaft, sagte Hayek in einem am Donnerstag in den Titeln der ESH-Mediengruppe erschienenen Interview. Er erinnerte daran, dass «die Gewinne da sind».

Der Druck von Investoren

Laut dem Swatch-Chef würden diese Konzerne unter dem Druck der Investoren handeln, die auf der Suche nach Gewinnmaximierung in einem immer kürzeren Zeitrahmen seien. Die Gruppe der Anleger sei nicht an einer langfristigen Entwicklung interessiert. «Die Börse ist ein Kasino und nichts anderes. Diese Diktatur muss aufhören», forderte Hayek.

Für den Chef des Weltmarktführers ist die Situation heute fast schon besser als vor einigen Jahren. Die USA profitierten von einem interessanten Wachstum, Japan richte sich wieder auf und China wirke weiterhin als Wachstumsmotor. Man zähle im Reich der Mitte aktuell «200, 300, 400 Millionen Personen, die Zugang zu diesem Wachstum haben».

Auch die Lancierung der Apple Watch beunruhigt Hayek nicht. Die Swatch-Gruppe sei sehr innovativ bei den elektronischen Produkten, sagte er. So würden sich die von der Bieler Gruppe entwickelten integrierten Schaltkreise in vielen sogenannten smarten Produkten finden.

SDA/cpm

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