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«Diese Strecken rentieren»

Das Bundesamt für Verkehr publizierte heute eine Liste mit den 175 Bahnlinien, die weniger als 50 Prozent kostendeckend sind. Die Verbände haben diverse Beispiele aus der Liste kommentiert.

Der Schein der Landidylle trügt: Auch in der Ostschweiz stehen diverse Zugverbindungen auf der Liste des Bundes.
Der Schein der Landidylle trügt: Auch in der Ostschweiz stehen diverse Zugverbindungen auf der Liste des Bundes.
Keystone

In der Schweiz gibt es laut dem Bund 175 Bahnverbindungen, die weniger als 50 Prozent kostendeckend sind und bei denen die Kantone einen allfälligen Ersatz durch Busse prüfen müssten. Heute Montag publizierte der Bund eine entsprechende Liste (wir berichteten). Die Bahnlobby stemmt sich dagegen.

Für Kurt Schreiber, Präsident von Pro Bahn, ist die Idee des Bundes «eine Schnapsidee – mit billigem Schnaps», wie er gegenüber Redaktion Tamedia sagt. Die Liste sei unbrauchbar. Gerhard Tubandt, Mediensprecher des VCS, spricht von einem «Widerspruch, wenn der öffentliche Verkehr immer teurer wird und das Angebot abgebaut werden soll». Beim Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) habe man spontan kein Beispiel gefunden, bei dem der Einsatz von Bussen statt Zügen sinnvoll wäre, wie Mediensprecher Roger Baumann auf Anfrage sagt.

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