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Ebay streitet sich mit Investor Icahn über Paypal

Grossinvestor Carl Icahn verlangte von Ebay, sich von Paypal zu trennen. Die Spitze des Online-Handelshauses denkt nicht daran. Kein Wunder: Der Umsatz vom Bezahldienst machte 2013 6,6 Milliarden Dollar aus.

Investor und Management streiten sich: Ebay-Sitz in Kalifornien. (Archivbild)
Investor und Management streiten sich: Ebay-Sitz in Kalifornien. (Archivbild)
Keystone

Zwischen dem Ebay-Management und Grossinvestor Carl Icahn ist ein Streit über die Zukunft des Bezahldienstes Paypal entbrannt. Der als streitlustig bekannte Investor fordert die Abspaltung des lukrativen Geschäftsteils. Die Ebay-Spitze will davon nichts wissen.

Der weltgrösste Online-Händler gab am Mittwoch mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen bekannt, dass Icahn die erfolgreiche Sparte in eine eigene Gesellschaft ausgliedern wolle. Icahn besitzt seit kurzem einen Anteil von 0,8 Prozent an Ebay. Er verlangt zudem zwei Sitze im Verwaltungsrat.

Paypal legte um 19 Prozent zu

Der Ebay-Verwaltungsrat lehnt Icahns Pläne zu Paypal ab. Es sei für das Unternehmen, die Aktionäre und die Kunden besser, wenn Paypal weiterhin unter dem Dach von Ebay bleibe, hiess es. Ebay hatte den Bezahldienst 2002 für 1,5 Milliarden Dollar gekauft. Es ist das zweitwichtigste Standbein des Unternehmens nach dem Marktplatz.

Während der gesamte Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 16,0 Milliarden Dollar stieg, konnte Paypal alleine um 19 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zulegen.

Über Paypal lassen sich Einkäufe im Internet und mittlerweile auch in ersten Geschäften vor Ort bezahlen. Paypal kassiert dabei Gebühren von den Verkäufern. Damit trug die Sparte zum Anstieg des Konzerngewinns um 9 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar bei.

Druck auch auf Apple

Der 77-jährige Icahn ist bekannt dafür, dass er mit einem kleinen Anteil bei Unternehmen einsteigt und dann versucht, dem Management seinen Willen aufzuzwingen. Er sucht sich dazu Verbündete und übt öffentlichen Druck aus – oft mit Erfolg.

Auch das Apple-Management muss sich derzeit mit Forderungen Icahns nach einer Aufstockung des laufenden Aktienrückkaufs herumschlagen. Die Apple-Führung um Tim Cook weigert sich jedoch bislang.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Ebay einen Umsatz zwischen 18 und 18,5 Milliarden Dollar. Im abgelaufenen vierten Quartal konnte Ebay Gewinn und Umsatz erneut steigern. So vermeldete das Online-Handelshaus einen Umsatzanstieg von 13,5 Prozent auf 4,53 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte auf 850 Millionen Dollar von 751 Millionen Dollar zu. Die Aktie des Amazon-Konkurrenten sprang nachbörslich mehr als zehn Prozent in die Höhe.

SDA/chk

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