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Ein bisschen mehr Biss, bitte

Der Bundesrat bleibt beim Versuch, den Bankkunden mehr Rechte zu geben, auf halbem Weg stehen.

MeinungBruno Schletti

Zwei neue Gesetzesentwürfe, welche die Beziehung zwischen Finanzdienstleistern und ihren Kunden ­regeln sollen, und schon schreit der Präsident der Schweizerischen Vermögensverwalter: «Bürokratisches Monstrum.» Dieser Meinung darf man sein. Nur sei in Erinnerung gerufen, dass es die Branche selbst war, Banken und Vermögensverwalter, die mit ­teilweise nicht zu überbietenden Fehlleistungen die Neuregulierung geradezu provozierten. Parade­beispiel sind die vermeintlich kapitalgeschützten ­Lehman-Papiere, welche die CS-Gruppe zahlreichen unbedarften Kunden zum Kauf ans Herz legte.

Die Verluste der Kleinanleger waren das eine. Das andere war, dass diese im Rechtsstaat Schweiz keine Chance hatten, zu ihrem Recht zu kommen. Wer sich heute mit einer Bank im Streit befindet, kommt ­erstens nicht an die Dokumente heran, die belegen könnten, dass man schlecht beraten wurde. Die Bank rückt diese in aller Regel nicht heraus. Zweitens ­können sich Normalverdiener kein Rechtsverfahren leisten. Anwaltshonorare und Gerichtsgebühren ­übersteigen schnell ihre Möglichkeiten.

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