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«Eine Bankrotterklärung der Bahn»

Noch dieses Jahr wird ein SBB-Bus von Zürich nach München rollen – zusätzlich zum bestehenden Zugangebot. Zudem bedienen bereits zwei private Busanbieter die Strecke. Kannibalisiert sich die Bahn selber?

Olivia Raths
Bald gähnende Leere im SBB-Zugsabteil? Erstklasswagen eines Eurocitys, der die Strecke Zürich-Winterthur-St. Gallen-Bregenz-Lindau-München bedient. (18. November 2010)
Bald gähnende Leere im SBB-Zugsabteil? Erstklasswagen eines Eurocitys, der die Strecke Zürich-Winterthur-St. Gallen-Bregenz-Lindau-München bedient. (18. November 2010)
Walter Bieri, Keystone
Rollt seit März 2013 auch zwischen Zürich und München: Der Anbieter Flixbus, hier mit einem seiner Fahrzeuge auf einer deutschen Autobahn.
Rollt seit März 2013 auch zwischen Zürich und München: Der Anbieter Flixbus, hier mit einem seiner Fahrzeuge auf einer deutschen Autobahn.
Flixbus
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Steht die Abkürzung «SBB» nun für «Schweizerischer Bundesbus»? Könnte man meinen, nachdem bekannt wurde, dass die SBB zusammen mit der Deutschen Bahn (DB) einen Busservice zwischen Zürich und München aufgleist. Offenbar ist der Bedarf gegeben: Zum einen befindet sich die Bahnstrecke Zürich–München auf dem Abstellgleis. Der Streckenabschnitt Lindau–München ist noch immer nicht elektrifiziert, weshalb die Züge ab dort von einer antiquierten Diesellokomotive gezogen werden. Zudem schleicht der Zug über weite Strecken träge durch die Gegend. Für die gut 300 Kilometer von Zürich nach München werden rund 4 Stunden und 15 Minuten benötigt, während die fast doppelt so lange Strecke Zürich–Paris in knapp derselben Zeit zurückgelegt wird.

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