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Eine Bergfahrt wie im Helikopter

«Ready for take-off»: Der Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Bahnen präsentierte die neue Luftseilbahn. Die Kabinen würden den Passagieren ein Gefühl des Schwebens vermitteln.

Aerodynamisch geformte Kabinen: Animation der geplanten Kabinen.
Aerodynamisch geformte Kabinen: Animation der geplanten Kabinen.
Pilatus-Bahnen, Keystone

Die Pilatus-Bahnen ersetzen für 18 Millionen Franken ihre alte Luftseilbahn. Die neue Bahn zwischen der Fräkmüntegg und Pilatus Kulm soll nicht nur windsicherer sein, sondern den Passagieren auch mehr Aussicht ermöglichen.

«Ready for take-off», sagte Oscar J. Schwenk, der Verwaltungsratspräsident der Pilatus-Bahnen AG, als er in Horw LU den Aktionären das Bahnprojekt präsentierte. Die neuen Kabinen hätten einen cockpitähnlichen Aufbau und würden den Passagieren das Gefühl des Schwebens vermitteln.

Die neuen Kabinen sind eine Neuentwicklung der Firma Garaventa. Sie können je 55 Passagiere befördern. 12 davon können auf einem der Panorama-Sitze im vorderen und hinteren Teil der Kabine - im Cockpit - Platz nehmen.

Die Bahn führt seit 1956 von der Fräkmüntegg auf den Pilatus. Die heutigen Kabinen sind seit 1983 in Betrieb. Das Problem der heutigen Bahn ist, dass sie anfällig auf den Seitenwind ist und der Betrieb oft eingestellt werden muss. Die neuen Kabinen wurden deshalb aerodynamischer gestaltet. Die neue Bahn werde windresistenter sein, sagte Schwenk.

Heute können zwischen der Fräkmüntegg und Pilatus 480 Personen pro Stunde befördert werden. Auf dem unteren Abschnitt zwischen Kriens und der Fräkmüntegg, auf dem Gondeln verkehren, sind es 750 Personen. Dies führte dazu, dass sich die Passagiere auf der Fräkmüntegg oft stauen.

Mit der neuen Bahn kann die Kapazität zwischen der Fräkmüntegg und Pilatus auf 589 Personen pro Stunde erhöht werden. Die neue Bahn hat nicht nur grössere Kabinen, sondern fährt auch schneller. Die Fahrt auf der 1,4 Kilometer langen Strecke dauert statt 5 nur noch 3,6 Minuten.

Keine Bahnverbindung im Winter

Die Bauarbeiten werden in den nächsten Tagen aufgenommen. Die alte Bahn ist noch bis Ende August in Betrieb. Im Winter wird der Pilatus für die Touristen nicht erreichbar sein. Der Winter sei für die Pilatus-Bahnen die Nebensaison, sagte CEO André Zimmermann.

In dieser Zeit werden die Bauarbeiter auf dem Berg wohnen. Sie werden mit Helikoptern montags auf den Berg und freitags ins Tal befördert. Die Bauarbeiten sollen am 1. April 2015 abgeschlossen sein.

Neben der Luftseilbahn Kriens-Fräkmüntegg-Pilatus führt auch noch eine Zahnradbahn von Alpnachstad aus auf den Aussichtsberg. Diese Bahn feiert dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen.

SDA/kle

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