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Eine neue weltgrösste Fluggesellschaft

Die US-Fluggesellschaften United und Continental Airlines fusionieren. Der Konzern soll United heissen.

Hochzeit der Giganten: Das neue Unternehmen soll United heissen, der Name Continental verschwindet.
Hochzeit der Giganten: Das neue Unternehmen soll United heissen, der Name Continental verschwindet.
Keystone

Die beiden US-Fluggesellschaften United Airlines und Continental wollen sich zur grössten Airline der Welt zusammenschliessen. Das gaben beide Unternehmen am Montag bekannt. Die Kartellbehörden müssen der geplanten Fusion aber noch zustimmen.

Das neue Unternehmen soll United heissen und am bisherigen United-Stammsitz in Chicago beheimatet sein. Continental-Chef Jeffery Smisek soll die Tagesgeschäfte leiten, während sein bisheriger United-Amtskollege Glenn Tilton die Rolle des Chairmans übernimmt. Die Fusion muss noch von Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Gemessen am Verkehrsaufkommen ist United bislang die drittgrösste US-Fluggesellschaft, Continental folgt auf Platz 4.

Die Fusion soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, demzufolge Continental Airlines mit etwa 3,2 Milliarden Dollar bewertet wird. Eine der grössten Herausforderungen bei dem Zusammenschluss könnten Forderungen des Cockpitpersonals werden. Die Pilotengewerkschaft bei United kündigte bereits an, im Falle einer Fusion die Interessen aller ihrer Mitglieder zu verteidigen.

Lange Tradition

United und Continental leiden derzeit beide stark unter der Krise in der Luftfahrtbranche. United kürzte seine Kapazität im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent, der kleinere Konkurrent um 5,2 Prozent. Und beide schreiben rote Zahlen: Continental verbuchte 2009 ein Minus von 282 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar. Bei der United-Muttergesellschaft UAL waren es sogar 651 Millionen bei einem Umsatz von 16,3 Milliarden Dollar.

Erst vor zwei Jahren schlossen sich Delta und Northwest Airlines zusammen und verdrängten damit American Airlines als grösste Fluggesellschaft der Welt vom ersten Platz. United und Continental arbeiten bereits in der Star Alliance zusammen, in der auch die Lufthansa Mitglied ist.

Beide Unternehmen können auf eine lange Firmengeschichte zurückblicken. Sowohl United als auch Continental haben ihre Wurzeln in Unternehmen des amerikanischen Luftfahrtpioniers Walter Varney in den 20er- und 30er-Jahren. United war bis in die 80er-Jahre hinein nur in den USA aktiv, bis es die Pazifikrouten der Pan-Am übernahm. Continental bekam 1987 einen Wachstumsschub, als es die Unternehmen Frontier, People Express und New York Air übernahm.

ddp/bru

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