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Einer weniger

Hört denn das nie auf, diese Verfahren gegen Schweizer Banker? Nein. Eine interaktive Grafik zeigt, was die US-Justiz nach dem Fall Raoul Weil noch alles im Köcher hat.

Zum Freispruch für Raoul Weil existieren unterschiedliche Schlussfolgerungen. Eine Theorie lautet: Die Position der US-Justiz ist geschwächt, weil es ihr in einem ihrer wichtigsten Fälle nicht gelungen ist, eine saubere Beweiskette zu konstruieren. Das wäre die «gute» Nachricht aus Sicht von Schweizer Bankern, auf die es das US-Departement of Justice abgesehen hat. Die «schlechte» Nachricht wäre, dass die Justizbehörden durch die Niederlage erst recht angestachelt sein könnten, eine der angeklagten Personen hinter Gitter zu bringen oder sonstwie zu bestrafen.

Doch wen betrifft diese Drohkulisse überhaupt? Recherchen von Redaktion Tamedia zufolge stehen oder standen seit 2008 mindestens 35 Schweizer Banker im Visier der amerikanischen Justiz. 8 von ihnen wurden bereits verurteilt, 2 weitere wurden freigesprochen oder freigelassen. Es verbleiben 25 Personen, die eine Klage am Hals haben und aus Sicht der USA flüchtig sind. Wie die Übersichtsgrafik zeigt, hat ein gutes Drittel dieser Leute einen Bezug zu einer der beiden Grossbanken. Ein weiteres Drittel steht in Verbindung mit Julius Bär, Wegelin oder der Zürcher Kantonalbank. Der Rest verteilt sich auf kleinere Banken und unabhängige Vermögensverwaltungsfirmen.

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