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Einheitskasse vernichtet mehr als 2000 Arbeitsplätze

Die Initianten der Einheitskasse räumen in einem Gutachten ein, dass der Systemwechsel bis zu 2250 Stellen kosten könnte. Sie gehen aber davon aus, dass der Verlust kompensiert wird.

«Stellen im lästigen Telefonmarketing und der Werbung»: SP-Nationalrätin und Mitinitiantin Jacqueline Fehr.
«Stellen im lästigen Telefonmarketing und der Werbung»: SP-Nationalrätin und Mitinitiantin Jacqueline Fehr.
Keystone

Nehmen die Stimmberechtigten am 28. September die Volksinitiative «für eine öffentliche Krankenkasse» an, könnte das für mehrere Tausend Mitarbeiter in den bestehenden 67 Kassen den Jobverlust. Das zeigen Recherchen der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Ein Gutachten der Initianten räumt laut dem Bericht ein, dass der Systemwechsel mindestens 2250 Stellen kostet. Betroffen sind Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing sowie im Management. Dank den Grössenvorteilen, welche eine einzige Kasse ausspielen könnte, seien weitergehende Personaleinsparungen denkbar. Anderseits gebe es möglicherweise einen positiven Beschäftigungseffekt in anderen Branchen, falls die Versicherten die eingesparten Prämien im Inland ausgeben.

Ein Gutachten im Auftrag des gegnerischen Komitees geht sogar davon aus, dass alle rund 2800 Vollzeitstellen bei den Kassenagenturen wegfallen. Das Initiativkomitee und die Gewerkschaften VPOD und Unia, welche die Einheitskasse unterstützen, halten den Stellenabbau für vertretbar. Mitinitiantin und SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr sagt, es gehe um Stellen, «die für die Gesundheit unnötig sind». Da der Umbau zur Einheitskasse zehn Jahre daure, komme es aber mit grosser Sicherheit nicht zu Entlassungen. Wegfallen würden Stellen «im lästigen Telefonmarketing und der Werbung», sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz.

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