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«Es darf beim Bankgeheimnis kein Denkverbot geben»

Die Schweiz müsse endlich zeigen, dass es ihr Ernst sei mit der Weissgeldstrategie, sagt Raiffeisenbank-Chef Pierin Vincenz. Dies könne nur mit einer international abgestützten Strategie gelingen.

Arthur Rutishauser

Sie haben ein Tabu gebrochen und in einem Gastkommentar in der Zeitung «Sonntag» vorgeschlagen, die Schweiz solle mit der EU über den automatischen Informationsaustausch verhandeln. Warum? Die Schweiz ist wegen der weltweiten Diskussion über die Steuerhinterziehung nun schon seit Jahren in einer schwierigen Situation. Darum reden plötzlich alle von einer Weissgeldstrategie, und jeder meint etwas anderes. Jetzt geht es darum herauszufinden, was die beste Strategie ist. Tabus darf es keine geben.

Auch nicht mitten in den Auseinandersetzungen mit den USA über Datenlieferungen und bei den Verhandlungen mit Deutschland, wo es um eine Abgeltungssteuer geht? Torpedieren Sie nicht die Verhandlungen? Nein, das glaube ich nicht. Ich bin nicht gegen eine Abgeltungssteuer, wenn es um die Legalisierung des Schwarzgeldes geht, das bereits in der Schweiz liegt. Eine solche Lösung braucht es mit Deutschland, mit den anderen europäischen Ländern und dringend auch mit den USA. Für die Zukunft aber stellt sich die Frage der Effizienz.

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