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«Es gibt einen Markt, dem wir uns anpassen müssen»

Eine grosszügige Vorauszahlung der UBS an ihren zukünftigen VR-Präsidenten Axel Weber sorgt für Furore. Kaspar Villiger rechtfertigt das Handeln der Bank.

«Weber war der einzige Kandidat»: Kaspar Villiger, hier während einer UBS-Pressekonferenz. (Archivbild)
«Weber war der einzige Kandidat»: Kaspar Villiger, hier während einer UBS-Pressekonferenz. (Archivbild)
Keystone

Der Ex-Chef der Deutschen Bundesbank lässt sich den Wechsel in die Schweiz mit Millionen versüssen. Die UBS zahlt Axel Weber eine Einmalprämie von 2 Millionen Franken und 200’000 Aktien, berichtet die «SonntagsZeitung».

Beim aktuellen Kurs hat dieses Paket einen Wert von über 5,13 Millionen Franken. «Sie müssen das Machbare machen», begründet UBS-Präsident Kaspar Villiger im Interview mit der Zeitung die Vorauszahlung an Weber.

Einziger Kandidat

«Es gibt einen Markt, dem wir uns anpassen müssen», sagt Villiger der «SonntagsZeitung» weiter. Die hohe Vorauszahlung sei Teil eines Gesamtpaketes, das «mitberücksichtigt, worauf er verzichtet hat». Bei der Deutschen Bundesbank hatte Weber allerdings deutlich weniger verdient.

Die UBS habe für das wichtige Amt keine anderen Bewerber evaluiert, sagt Villiger zudem gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Er war der einzige Kandidat.» Dennoch räumt der Alt-Bundesrat ein, dass auch der Schweizer Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, «eine hervorragende Persönlichkeit für dieses Amt gewesen wäre». Gespräche seien mit ihm aber keine geführt worden.

Heftige Kritik von Ethos

Laut der «SonntagsZeitung» stossen die Millionenprämien an Weber auf heftige Kritik bei der Anlagestiftung Ethos: «Antrittsprämien sind nicht akzeptabel», sagt Ethos-Chef Dominique Biedermann.

«Diese Ankündigung sendet sowohl politisch als auch ökonomisch ein falsches Signal aus.» Opposition kündet auch die Aktionärsvereinigung Actares an. «Wir sind grundsätzlich gegen solche Vorauszahlungen», sagt Actares-Geschäftsführer Roby Tschopp.

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