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«Es ist eher eine Beleidigung, Banker genannt zu werden»

Im Juni wird die Postfinance zur Bank. Gegen den Informationsaustausch habe er nichts, sagt Chef Hansruedi Köng. Man wolle noch lange Dienstleister für Auslandschweizer sein – auch für solche in den USA.

Ein Börsengang ist für die ferne Zukunft ein Thema: Postfinance-Chef Hansruedi Köng.
Ein Börsengang ist für die ferne Zukunft ein Thema: Postfinance-Chef Hansruedi Köng.
Keystone

Die Umwandlung zur Bank wird die Postfinance vor allem bei den Steuern zu spüren bekommen. Postfinance-Chef Hansruedi Köng spricht im Interview mit der «SonntagsZeitung» von einer Steuerquote von rund 20 Prozent. «Wir werden deshalb sicher ein tieferes Gewinnniveau ausweisen», sagt er.

Konkrete Zahlen wollte der Postfinance-Chef nicht nennen. Am Geschäftsmodell ändere sich indes nichts. Für den Kunden ist die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft darum kaum spürbar. «Es ändert sich lediglich die formale Aufsicht – Postfinance bleibt Postfinance», so Köng.

Börsengang ein Thema

Die Postfinance erhält die Bankenlizenz am 26. Juni, sofern der Bundesrat die Eröffnungsbilanz definitiv verabschiedet und die Finanzmarktaufsicht (Finma) den neuesten Bericht der Revisionsgesellschaft verabschiedet.

Für Köng ist es vorstellbar, dass die Postfinance als Bank in ferner Zukunft auch an die Börse gehen wird. «Für unsere Eigentümer ist ein Börsengang die nächsten drei bis fünf Jahre wohl kein Thema. Für die fernere Zukunft könnte das jedoch ein Thema werden.»

Weiter äusserte sich Köng zum automatischen Informationsaustausch. «Wenn das die Finanzplatzstrategie als die sinnvollste Lösung erachtet, hätte ich nichts dagegen. Für unsere Kundschaft würde sich nichts ändern, weil sie ihr Geld ohnehin deklariert hat», sagt er. Die Einführung von Negativzinsen schliesst Köng im Interview nicht aus. «Wir halten uns an den Markt. Wir können ja nicht an der Konkurrenz vorbei operieren», sagt Köng.

(SDA)

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