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ETH: Frankenproblem ist kleiner als befürchtet

Der starke Franken ist laut einer Studie des KOF harmloser als erwartet. Wechselkurseffekte sind in der Handelsbilanz kaum spürbar, hoch spezialisierte Güter aus der Schweiz gefragter denn je.

Bernhard Fischer
Währungsschwankungen haben einen geringeren Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft als befürchtet: Wechselkurs von 1.50 Euro pro Schweizerfranken in einem Hotel im Januar 2011.
Währungsschwankungen haben einen geringeren Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft als befürchtet: Wechselkurs von 1.50 Euro pro Schweizerfranken in einem Hotel im Januar 2011.
Keystone

Das ist Jammern auf hohem Niveau: Der starke Franken würge die Exportwirtschaft ab, tönt es von der Industrie. Eine aktuelle Studie des Konjunkturforschungsinstituts der ETH Zürich (KOF) zeigt das Gegenteil: Wechselkurseffekte haben demnach keinen so starken Einfluss auf die Exporte und damit auf die Gesamtwirtschaft wie befürchtet. Der Grund: Die Schweiz exportiert hoch spezialisierte Güter, die weltweit auch nicht so einfach zu bekommen sind.

Billige Importe

Das Erfolgsprinzip ist laut KOF-Forschern simpel: «Man verdient aufgrund des Wechselkurses zwar weniger, aber man setzt dafür auch mehr ab.» Zudem werden dadurch auch die Importe günstiger: «Im Einkauf werden Bestandteile von Uhren und andere Rohstoffe billiger.» Die Bilanz dürfte stimmen: Zwar leidet die Schweizer Exportwirtschaft unter dem starken Franken im Vergleich zur Situation davor, doch die Industrie profitiert auch von der Nachfrage im Ausland. Dass Deutschlands Wirtschaftsmotor schnurrt, kommt den Schweizer Exporteuren zugute. Zwei Drittel der Warenexporte sind Maschinen, Uhren und chemische Produkte.

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