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Etihad klagt beim Bund über Swiss-Inlandflüge

Darf die Fluggesellschaft Swiss auf Schweizer Inlandstrecken Flieger einer österreichischen Airline einsetzen? Die Swiss-Konkurrentin Etihad Regional bezweifelt dies.

Etihad und Swiss kämpfen um den Schweizer Markt: Ein Flugzeugeinweiser dirigiert auf dem Rollfeld des Flughafens St. Gallen-Altenrhein Propellerflugzeug der «Austrian Arrows» von «Tyrolean Airways». (22. Juni 2007)
Etihad und Swiss kämpfen um den Schweizer Markt: Ein Flugzeugeinweiser dirigiert auf dem Rollfeld des Flughafens St. Gallen-Altenrhein Propellerflugzeug der «Austrian Arrows» von «Tyrolean Airways». (22. Juni 2007)
Martin Ruetschi, Keystone

Die Schweizer Regionalfluggesellschaft Darwin Airline, die unter der Marke Etihad Regional fliegt, hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) schriftlich seine Zweifel an der Rechtmässigkeit der Pläne von Swiss angemeldet, die österreichische Fluggesellschaft Tyrolean Airways zwischen Lugano und den Städten Genf und Zürich einzusetzen.

Etihad sieht darin eine Verletzung der Luftverkehrsabkommen zwischen der Schweiz, der EU und Österreich. Es widerspreche der Absicht der Behörden, einer Schweizer Fluggesellschaft dauerhaft die Nutzung von nicht in der Schweiz registrierten Flugzeugen zu genehmigen, schreibt Darwin. Erlaubt sei dies nur zeitlich begrenzt, wenn keine im Inland registrierten Maschinen verfügbar seien.

Bazl hat die Flüge laut Swiss bewilligt

Swiss nimmt zum konkreten Vorwurf von Darwin keine Stellung. Das Bazl habe jedoch für den Winterflugplan 2014/15 der Swiss den Einsatz der Tyrolean-Airways-Maschinen in der Schweiz bereits bewilligt, sagte Swiss-Sprecher Mehdi Guenin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist der verschärfte Konkurrenzkampf der Airlines in der Schweiz. Nach der Bekanntgabe der Partnerschaft zwischen der Schweizer Regionalfluggesellschaft Darwin Airways und der arabischen Etihad Airways hatte die Fluggesellschaft Swiss die Zusammenarbeit mit Darwin auf der Strecke Zürich-Lugano aufgekündigt.

Seither fliegen die zwei einstigen Partner als Konkurrenten mit der Ambition, der anderen Airline Marktanteile abzujagen. So hat Swiss Anfang letzter Woche einen deutlichen Ausbau der Europaflüge auf den Sommerflugplan 2015 angekündigt. Etihad Regional zog am Dienstag nach und gab seinerseits einen Ausbau im Europageschäft bekannt.

(SDA)

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