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Etihad zeigt den ersten Flieger für die Schweiz

Die Fluggesellschaft Etihad aus dem ölreichen Abu Dhabi bläst zum Angriff in der Schweiz. In Zürich präsentierte sie heute das erste Flugzeug der neuen Regionalfluggesellschaft Etihad Regional.

Bild: Christian Zürcher
Stellten die neue Airline vor: James Hogan, Präsident und Chief Executive Officer von Etihad Airways (in der Mitte), Maurizio Merlo, Chief Executive Officer Darwin Airline (l.), und Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer von Etihad Airways. (16. Januar 2014)
Stellten die neue Airline vor: James Hogan, Präsident und Chief Executive Officer von Etihad Airways (in der Mitte), Maurizio Merlo, Chief Executive Officer Darwin Airline (l.), und Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer von Etihad Airways. (16. Januar 2014)
Keystone
Vorbei: Eine Darwin-Maschine am Schweizer Himmel.
Vorbei: Eine Darwin-Maschine am Schweizer Himmel.
Keystone
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Beim präsentierten Flugzeug handelt es sich um eine umgestaltete 50-plätzige Saab 2000 der Darwin Airline. Etihad hat im November angekündigt, mittels einer Kapitalerhöhung einen Drittel der Anteile der Tessiner Fluggesellschaft zu übernehmen und deren Markenauftritt in Etihad Regional umzubennen. Formell bleibt aber die Darwin Airline der Operateur, sodass die Start- und Landerechte nicht verfallen.

Auf dem Seitenleitwerk der ersten umgespritzten Darwin-Maschine prangt gross das «E»-Logo von Etihad und unten im Ansatz das Schweizer Kreuz. Nach und nach sollen alle 10 Saab 2000 der Darwin Airline umgestaltet werden.

Die erste Maschine wurde zum Start der Werbekampagne in einem Hangar mit einigem Pomp zahlreichen Journalisten aus vielen Ländern vorgeführt. Sie stand vor einem Airbus A330 der Muttergesellschaft Etihad Airways. Dieser fliegt ab Juni täglich von Zürich nach Abu Dhabi. In der Hauptstadt des gleichnamigen arabischen Emirats befindet sich das Drehkreuz der erst vor zehn Jahren gegründeten Etihad.

Hub stärken

Etihad will mit der neuen Regionalgesellschaft Fluggäste aus europäischen Nebenmärkten auf ihre Hauptverbindungen bringen, sagte Etihad-Chef James Hogan. Derzeit fliegt die Darwin Airline 15 Destinationen an. Bis im Sommer soll das Netz mit Etihad Regional auf 34 Destinationen erweitert werden.

Im Verbund sollen Ressourcen und Erfahrungen geteilt und Synergien genutzt werden, um Produktivitätsgewinne zu erzielen. Konkret erhofft sich Hogan Kostenersparungen bei der Maintenance der Flugzeuge. Weiter sollen durch die Skaleneffekte Kosten bei Flugzeugbestellungen gespart werden. Hogan sprach von «kosteneffektivem Wachstum». Bis Ende Jahr solle die Regionalfluggesellschaft wieder rentabel sein. Darwin-Chef Maurizio Merlo wird die Regionallinie weiterhin führen. Er sieht durch die neuen Destinationen Potenzial für zusätzliche Stellen.

Im Vorfeld der Veranstaltung war in gewöhnlich verlässlichen Aviatik-Foren zu lesen, dass Etihad 16 Maschinen des Typs ATR-72-600 mit je rund 70 Sitzplätzen kaufen möchte. Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer von Etihad Airways, mochte diese Information nicht bestätigen.

Diverse Beteiligungen

Die rasant wachsende Etihad kauft sich seit einigen Jahren in Europa und anderen Kontinenten bei kapitalbedürftigen Airlines ein; bislang mit Minderheitsanteilen. Neben Air Berlin und Darwin kündigte Etihad etwa auch den Einstieg bei Aer Lingus, Air Serbia, Virgin Australia, Air Seychelles und bei der indischen Jet Airways ein.

Darwin Airways ist die erste dieser Fluggesellschaften, die umbenannt wird. Interesse zeigte Etihad zuletzt auch an der angeschlagenen Alitalia. Zunächst müsse aber klar sein, wie Alitalia wieder in die schwarzen Zahlen kommen könnte.

SDA/czu

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