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EU büsst weltweites Luftfracht-Kartell

Sechs Jahre lang sprachen elf Airlines Treibstoff- und Sicherheitszuschläge im Frachtgeschäft ab. Jetzt müssen sie deswegen rund 800 Millionen Franken zahlen.

Muss die höchste Strafe zahlen: Air France, hier eine Maschine in Zürich.
Muss die höchste Strafe zahlen: Air France, hier eine Maschine in Zürich.
Keystone

British Airways, Air France/KLM und neun weitere Airlines müssen wegen illegaler Preisabsprachen bei der Luftfracht ein saftiges EU-Bussgeld von insgesamt 799 Millionen Euro bezahlen.

Das entschied die EU-Kommission am Dienstag fiel nach mehrjährigen Ermittlungen, wie EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte. Die Airlines haben nach Angaben der Kommission sechs Jahre lang ihr Vorgehen bei Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen im Frachtgeschäft abgesprochen, ohne Rabatte einzuräumen.

Bei den Kartell-Mitgliedern handelt es sich um Air Canada, Air France-KLM, British Airways, Cathay Pacific, Cargolux, Japan Airlines, LAN Chile, Martinair, SAS, Singapore Airlines und Qantas. Die höchste Strafe wurde Air France-KLM aufgebrummt, das Gemeinschaftsunternehmen muss 310 Millionen Euro zahlen.

Keine Strafe für Lufthansa und Swiss

Die deutsche Lufthansa sowie die Swiss kommen ungeschoren davon. Ihr und ihrer Tochtergesellschaft Swiss sei die Geldbusse vollständig erlassen worden, da sie als erstes Unternehmen 2007 Informationen über das Kartell vorgelegt hatte.

«Es ist bedauerlich, dass so viele grosse Fluggesellschaften ihre Preise zum Nachteil der europäischen Unternehmen und Konsumenten abgesprochen haben», erklärte Almunia.

Alle Luftfrachtunternehmen erhielten einen Abschlag auf die Geldbusse von 15 Prozent, um der starken Regulierung des Sektors Rechnung zu tragen, die als Anreiz für Preisabsprachen gesehen werden könne, schreibt die Kommission.

dapd/miw

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