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Europa trinkt den Bierkonzernen zu wenig

In Nordeuropa ist der Markt gesättigt, in Südeuropa schlägt die Krise durch: Heineken und Carlsberg haben im europäischen Heimmarkt im 1. Halbjahr weniger Bier abgesetzt. Sie hoffen nun auf die Schwellenländer.

Der Bierumsatz ist wetterabhängig – aber nicht nur: Ein Biertrinker an der Sonne.
Der Bierumsatz ist wetterabhängig – aber nicht nur: Ein Biertrinker an der Sonne.
Keystone

Die anhaltende Flaute in Europa schlägt den Brauerei-Riesen Heineken und Carlsberg auf den Magen. Absatzerfolge in den Schwellenländern können das nicht ausgleichen, zumal dort das Wirtschaftswachstum nachlässt. Eine Aufhellung der Geschäftsaussichten ist nicht erkennbar.

Der weltweite Branchendritte Heineken meldet für das zweite Quartal einen weiteren Absatzrückgang. Der Absatz in Westeuropa schrumpfte um 5 Prozent, was den Absatz weltweit unter dem Strich um 1 Prozent schrumpfen liess. Nun zieht Heineken die Kostenschraube fester an: Bis Ende 2014 will das Unternehmen rund 625 statt wie bisher geplant 525 Millionen Euro sparen.

Sommerwetter förderte Absatz

Beim kleineren dänischen Rivalen Carlsberg sanken die Bierverkäufe aufgrund des harten Wettbewerbes und schlechten Wetters in einigen Märkten Westeuropas um insgesamt sechs Prozent. Wie das Mutterhaus der Schweizer Feldschlösschen-Brauerei mitteilt, lag der Gesamtumsatz im zweiten Quartal dennoch bei 19,6 Milliarden Kronen (3,2 Milliarden Franken) und damit um zwei Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Der europäische Biermarkt gilt als hart umkämpft und weitgehend gesättigt. Ausserdem lässt die Nachfrage vor allem in den rezessionsgeplagten südeuropäischen Ländern zu wünschen übrig. Heineken-Chef Jean-Francois van Boxmeer sieht denn auch vor allem das Europa-Geschäft mit Sorge – trotz der guten vergangenen Wochen wegen des heissen Sommerwetters.

Wachstum in Schwellenländern

In den Schwellenländern kommt Heineken mit Marken wie Heineken Lager, Sol, Tiger und Strongbow aber voran. Dort stieg der Gewinn um sieben Prozent. Insgesamt steuern diese Märkte mittlerweile rund die Hälfte des Konzerngewinns bei.

Auch bei Carlsberg zog der Verkauf in Schwellenländern an, besonders in Asien. In Russland, wo Carlsberg fast 40 Prozent des Marktes beherrscht, konnte das Unternehmen leichte Gewinne verbuchen. Nebst Feldschlösschen braut Carlsberg unter anderem Marken wie Cardinal und Tuborg.

SDA/mw

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