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Europas Banken auf Schrumpfkurs

Weniger Mitarbeiter, weniger Kredite, weniger Optimismus: Die europäische Finanzbranche ist laut einer Studie starke verunsichert. Nur die Schweizer Institute sehen die Siutiation etwas positiver.

Die Schweizer Banken sehen ihren Sektor im Aufwind: Der Zürcher Paradeplatz.
Die Schweizer Banken sehen ihren Sektor im Aufwind: Der Zürcher Paradeplatz.
Keystone

Die Banken in Europa machen eine schwere Zeit durch. Zwar erwarten rund ein Viertel der 252 von der Unternehmensberatung Ernst & Young befragten europäischen Finanzinstitute eine Konjunkturaufhellung innerhalb von sechs Monaten. Doch erwartet gleichzeitig jede dritte Bank immer noch eine zumindest leicht steigende Risikovorsorge, wie aus dem am Dienstag publizierten Bankenbarometer hervorgeht.

Am pessimistischen werden die Kreditausfälle von den Instituten in Spanien und Polen gesehen, wo mehr als die Hälfte von steigenden Rückstellungen ausgehen. In der Schweiz gehen die meisten Banken diesbezüglich von einer unveränderten Lage aus.

Weniger Kredite vergeben

Viele Banken in Europa ziehen wegen den steigenden Rückstellungen Konsequenzen für die Kreditvergabe. Ein Viertel will weniger Darlehen ausreichen, ein Viertel mehr. Britische, deutsche, aber auch spanische Banken wollen die Kreditvergabe ausweiten, französische und italienische Banken stehen auf der Bremse. Die Schweizer Institute stehen hier im Mittelfeld.

Allen voran die Schweizer, Spanier und Italiener erwarten, dass sich die Staatsschuldenkrise im zweiten Halbjahr verschärft. Aber auch in Deutschland, Grossbritannien oder Frankreich überwiegen mit Blick auf die künftige Wirtschaftsentwicklung die Pessimisten. Weit zuversichtlicher sind die Skandinavier, Niederländer und Belgier.

Schweizer Banken sehen ihren Sektor im Aufwind

Die Schweizer ihrerseits sind besonders optimistisch, was die Konsolidierung des nationalen Bankensektors anbelangt. So gehen 72 Prozent der befragten helvetischen Institute davon aus, dass sich die Situation der inländischen Banken verbessern wird. Auf der anderen Seite stehen die Belgier. Hier gehen sämtliche Institute davon aus, dass die Lage nur noch schlimmer wird.

Derweil dürfte sich der Stellenabbau bei Europas Banken fortsetzen. Mehr als die Hälfte der skandinavischen, italienischen und polnischen Geldhäuser rechnet damit, dass sie in den nächsten sechs Monaten weniger Personal beschäftigen wird. 28 Prozent in der Schweiz und 23 Prozent in Europa wollen dagegen Personal aufbauen.

SDA/wid

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