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Ex-Zurich-Chef gestorben

James Schiro war Chef des grössten Schweizer Versicherungskonzerns Zurich Financial Services. Nun ist er 68-jährig gestorben.

Leitete während Jahren die ZFS: James Schiro. (2006)
Leitete während Jahren die ZFS: James Schiro. (2006)
Keystone

Der ehemalige Chef des Versicherers Zurich, James Schiro, ist 68-jährig gestorben. Der Amerikaner litt an Blutkrebs und ist am 13. August seiner Krankheit erlegen. Schiro starb zu Hause in Princeton, New Jersey, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete.

James Schiro war von 2002 bis 2009 für Zurich tätig, zuerst als Finanzchef, anschliessend als Konzernchef. Als er Zurich übernahm, gehörte Zurich zu den schwächsten Versicherungsaktien in Europa. Der Verlust lag im Vorjahr bei über 3 Milliarden Dollar. Unter seiner Leitung fand das Unternehmen zurück zu Profitabilität und schaffte erfolgreich den Turnaround.

«Dank seiner Weitsicht und der Disziplin, die er im Unternehmen etablierte, war Zurich gut gerüstet für die Herausforderungen der Finanzkrise», schreibt der Versicherer Zurich in einer am Montag in der «Neuen Zürcher Zeitung» publizierten Todesanzeige.

Auf der Liste der internationalen Top CEOs

Die heutige starke Marktposition als grösster Schweizer Versicherer ist denn auch zu grossen Teilen Schiro zu verdanken. Aufgrund seiner Leistungen bei Zurich nahm ihn das US-Magazin «Barron's» 2008 und 2009 in die Liste der Top CEOs auf. 2009 übernahm der heutige Firmenchef Martin Senn die Konzernleitung, da Schiro Ende desselben Jahres in den Ruhestand getreten war.

Nach seiner Zeit beim Schweizer Versicherer wurde Schiro in den Verwaltungsrat von Philips, PepsiCo und Goldman Sachs gewählt. Vergangenen Monat trat er von seinem Amt als Goldman-Sachs-Verwaltungsrat zurück, um sich einer Krebsbehandlung zu unterziehen.

Schiro kam 1946 in Brooklyn, New York, zur Welt. Nach seiner Ausbildung inklusive eines Master of Business Administration (MBA) der Dartmouth University arbeitete er bei Price Waterhouse. Beim Beratungsunternehmen war er insgesamt 34 Jahre tätig, zuletzt als Chef der neu formierten PricewaterhouseCoopers.

(SDA)

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