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Facebook sperrt Datenfirma Zugang zu Nutzerdaten

Das soziale Netzwerk hat laut einem Medienbericht einem US-Datenanalyse-Unternehmen vorerst die Auswertung seiner Nutzerinformationen untersagt.

«Bisher keine zu unzulässige Nutzung»: Facebook prüft, ob die Verträge einer Datenanalysefirma Nutzungsbedingungen verletzt haben könnten.
«Bisher keine zu unzulässige Nutzung»: Facebook prüft, ob die Verträge einer Datenanalysefirma Nutzungsbedingungen verletzt haben könnten.
Keystone/DPA/Fabian Sommer, Keystone
Der Dienstleister nutzt nach eigenen Angaben lediglich öffentlich frei verfügbare Informationen, etwa um den Erfolg von PR-Kampagnen zu messen.
Der Dienstleister nutzt nach eigenen Angaben lediglich öffentlich frei verfügbare Informationen, etwa um den Erfolg von PR-Kampagnen zu messen.
Josh Edelson, Keystone
Er wolle Holocaustleugner nicht verteidigen, sagt Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Gesperrt werden sollen sie dennoch nicht. (Archivbild, 24. Mai 2018)
Er wolle Holocaustleugner nicht verteidigen, sagt Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Gesperrt werden sollen sie dennoch nicht. (Archivbild, 24. Mai 2018)
Charles Platiau, Reuters
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Wie die Zeitung «Wall Street Journal» am Freitag (Ortszeit) berichtete, untersucht das soziale Netzwerk nun, ob einige der zwischen dem Dienstleister und dessen Kunden geschlossenen Verträge Nutzungsbedingungen verletzt haben könnten. Laut dem Artikel geht es um Verträge mit US-Regierungsbehörden sowie einer regierungsnahen russischen Organisation, die zu den Kunden der in Boston ansässigen Firma Crimson Hexagon gehören. Facebook habe weitere Informationen von Crimson Hexagon angefordert.

Ein Facebook-Sprecher sagte der Zeitung, die Prüfung habe bisher keine zu unzulässige Nutzung von Informationen ergeben. Der Dienstleister nutzt nach eigenen Angaben lediglich öffentlich frei verfügbare Informationen, etwa um den Erfolg von PR-Kampagnen zu messen.

Verträge nicht zur Prüfung vorgelegt

Das sei «absolut legal», schrieb Crimson-Hexagon-Manager Chris Bingham in einem Blogeintrag. Es gebe aber «eine besondere Sensibilität», was die Nutzung von frei zugänglichen Onlinedaten durch die Regierung angehe. Crimson Hexagon verlange von Behörden stets, dass sie die Zulässigkeit einer Datennutzung garantierten.

Das «Wall Street Journal» zitierte Branchenkenner, denen zufolge es offenbar um den Vorwurf geht, Crimson Hexagon habe seine mit US-Regierungsbehörden abgeschlossenen Dienstleistungsverträge Facebook nicht vorab zur Prüfung vorgelegt. Der Auftrag für die russische Nichtregierungsorganisation stammte demnach aus dem Jahr 2014.

Facebook sieht sich in Folge des Skandals um die Datenanalysefirma Cambridge Analytica derzeit mit zahlreichen Untersuchungen durch Aufsichts- und Ermittlungsbehörden konfrontiert. Die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern waren bei Cambridge Analytica gelandet und sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein.

SDA/scl

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