Zum Hauptinhalt springen

Facebook tappt im Datenskandal im Dunkeln

Weiterhin ist nicht bekannt, welche Nutzer-Daten genau bei Cambridge Analytica gelandet sind. Facebook habe zu langsam reagiert, räumen die Verantwortlichen ein.

Der Datenskandal um Facebook hat nun auch die Schweizer erreicht.
Der Datenskandal um Facebook hat nun auch die Schweizer erreicht.
Marcio Jose Sanchez/AP, Keystone
Fast 30'000 Schweizer könnten vom Datenskandal betroffen sein.
Fast 30'000 Schweizer könnten vom Datenskandal betroffen sein.
Marcio Jose Sanchez/AP, Keystone
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält sich trotz des enormen Datenskandals bei dem sozialen Netzwerk weiterhin für den Richtigen an der Spitze des Unternehmens.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält sich trotz des enormen Datenskandals bei dem sozialen Netzwerk weiterhin für den Richtigen an der Spitze des Unternehmens.
Noah Berger/AP, Keystone
1 / 3

Facebook ist nach eigenen Angaben weiterhin nicht bekannt, welche Informationen seiner Nutzer genau im jüngsten Datenschutz-Skandal bei der umstrittenen Firma Cambridge Analytica gelandet sind. Dies sagte die für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg der «Financial Times» vom Freitag.

«Bis zum heutigen Tage wissen wir nicht, welche Daten Cambridge Analytica hat», sagte Sandberg. Nach Gründer und Chef Mark Zuckerberg räumte auch sie Fehler ein und sagte, Facebook habe zu langsam reagiert.

Knapp 30'000 Nutzer aus der Schweiz betroffen?

Bei dem Datenskandal hatte der Entwickler einer Umfrage-App vor über vier Jahren Informationen von Nutzern an die Analyse-Firma Cambridge Analytica weitergereicht, die später unter anderem für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump gearbeitet hatte. Dabei ging es nicht nur um die Daten der Umfrage-Teilnehmer, sondern auch um die ihrer Facebook-Freunde.

Nach Einschätzung von Facebook könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein, darunter laut Medienberichten potenziell bis zu 29'000 Mitglieder aus der Schweiz. Cambridge Analytica selbst erklärte, man habe Informationen zu 30 Millionen Nutzern erhalten. Facebook konnte den Datenbestand bei Cambridge Analytica bisher nicht nachprüfen, weil bei der Firma zunächst die britische Datenschutzbehörde am Zug ist.

SDA/scl

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch