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Facebook-Aktie fällt nachbörslich auf Allzeittief

Das soziale Netzwerk hat erstmals seit seinem Börsengang Quartalszahlen vorgelegt und dabei einen Millionenverlust vermeldet. Der Umsatz und die Nutzerzahlen stiegen aber. Die Anleger zeigen sich dennoch ungnädig.

Hat im letzten Quartal viel in Produkte, Technik und Marketing investiert: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Archivbild)
Hat im letzten Quartal viel in Produkte, Technik und Marketing investiert: Facebook-Chef Mark Zuckerberg. (Archivbild)
AFP

Das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien teilt für April bis Juni einen Verlust in Höhe von 157 Millionen Dollar mit. Im nachbörslichen elektronischen Handel fiel die Aktie daraufhin um mehr als elf Prozent.

Der Fehlbetrag war wegen Sonderausgaben im Zusammenhang mit dem Börsendebüt allerdings erwartet worden. Werden erforderliche Rücklagen für Aktienoptionen der Mitarbeiter herausgerechnet, verbuchte Facebook dagegen einen Gewinn von zwölf Cent pro Anteilsschein.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Drittel auf 1,18 Milliarden Dollar – etwas mehr als die Erwartungen der Analysten. Die Einkünfte aus dem Anzeigengeschäft, das den überwiegenden Teil der Einnahmen des Unternehmens ausmacht, hätten sich um 28 Prozent auf 992 Millionen US-Dollar erhöht, hiess es.

995 Millionen Nutzer

Auch die Zahl der monatlich aktiven Nutzer sei auf weltweit 955 Millionen gewachsen, teilte Facebook mit. Das entspricht einem Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer stieg Facebook zufolge um 32 Prozent auf 552 Millionen, die Zahl derjenigen, die das Netzwerk auf ihrem Handy nutzen, um 67 Prozent auf 543 Millionen.

Infolge der Veröffentlichung der Zahlen stürzte die Facebook-Aktie im nachbörslichen elektronischen Handel um 11,3 Prozent auf 23,80 Dollar das Stück ab. Das entsprach einem Verlust von 37 Prozent im Vergleich zum Wert der Aktie beim Börsenstart im Mai.

Kein Kommentar von Zuckerberg

Firmengründer Mark Zuckerberg äusserte sich nicht zu den Quartalszahlen, sondern beschwor das Ziel des Netzwerks, weiterhin «jedem zu helfen, in Kontakt miteinander zu bleiben». Daher investiere Facebook weiter in seine Prioritäten, etwa die Nutzung des Netzwerks auf dem Handy.

Der Börsengang von Facebook war eine der grössten Neuemissionen aller Zeiten. Für Anleger wurde die Facebook-Aktie aber zur Enttäuschung. Das soziale Netzwerk und die am Börsengang beteiligten Banken müssen sich gegen Klagen von Investoren wehren, ausserdem nimmt die US-Börsenaufsicht die Umstände der Neuemission unter die Lupe.

Zuvor war bereits der Internet-Spieleanbieter Zynga, der unter anderem auf Facebook mit Spielen wie «Farmville» und «Cityville» präsent ist, nach unerwartet schlechten Geschäftszahlen ins Trudeln geraten. Zynga-Aktien büssten am Mittwoch im nachbörslichen New Yorker Handel 38 Prozent ein und notierten bei 3,13 Dollar. Beim Börsenstart im Dezember hatten die Anleger noch zehn Dollar pro Anteilsschein hinlegen müssen. Hintergrund des Kurssturzes sind Verluste von mehr als 20 Millionen Dollar im zweiten Quartal und eine Verlangsamung der Umsatzzuwächse.

AFP/mw/ses

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