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Facebook-Aktie schiesst 20 Prozent nach oben

Noch vor wenigen Monaten waren Mark Zuckerberg und seine Mannschaft die Buhmänner an der Börse. Doch das Blatt hat sich gewendet.

Hat gut lachen: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Hat gut lachen: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Reuters

Weil das Werbegeschäft vor allem auf Smartphones immer besser läuft, gewinnen die Anleger wieder Vertrauen in Facebook. Facebook versöhnt nach dem holprigen Börsendebüt vor einem Jahr langsam die Anleger. Da das weltgrösste Soziale Online-Netzwerk im zweiten Quartal mehr Nutzer und Werbekunden gewinnen konnte als von Analysten erwartet, schoss die Aktie nachbörslich um 20 Prozent hoch auf 32 Dollar.

Das ist nicht mehr weit entfernt von den 38 Dollar, die das Papier beim Börsengang kostete. Der Tiefstand von unter 18 Dollar scheint vergessen. «Wir haben gute Fortschritte dabei gemacht, unsere Nutzerzahl zu vergrössern und die Beteiligung zu steigern», erklärte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg am Sitz im kalifornischen Menlo Park.

Das Netzwerk hat inzwischen 1,15 Milliarden aktive Nutzer im Monat, ein gutes Fünftel mehr als noch vor einem Jahr. Noch stärker stieg die Zahl derjenigen, die täglich vorbeischauen. Das sind fast 700 Millionen.

Steigende Einnahmen via mobile Geräte

Je mehr Zeit die Nutzer bei Facebook verbringen, desto wertvoller werden sie für das Unternehmen, das sich vor allem über Werbung finanziert.

Zuckerberg hob in diesem Zusammenhang vor allem das Geschäft auf Smartphones und Tablet-Computern hervor, was lange die Achillesferse war. Eine überarbeitete App und neue Werbeformate haben die Einnahmen hier steigen lassen. Das Unternehmen erzielt mittlerweile 41 Prozent seiner Werbeeinnahmen über mobile Geräte. Vor einem dreiviertel Jahr waren es erst 14 Prozent.

«Wir werden schon bald mehr Umsatz über mobile Geräte einfahren als über Computer», sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Mehr als 800 Millionen Nutzer greifen bereits über Smartphone oder Tablet auf Facebook zu. «Die Leute verbringen mehr Zeit bei Facebook als jemals zuvor.»

Optimistisch in die Zukunft

Zuckerberg wies wiederkehrende Berichte zurück, Jugendliche zögen sich aus dem Sozialen Netzwerk zurück. «Nach den Daten, die wir haben, ist das nicht wahr», sagte der Firmenchef. «Teenager nutzen Facebook weiterhin sehr intensiv.»

Insgesamt konnte Facebook den Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Franken) ausbauen. Der Gewinn lag bei unterm Strich 331 Millionen Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 157 Millionen Dollar angefallen war.

Mehr als eine Million Werbekunden

Mittlerweile werben mehr als eine Million Firmen auf Facebook. Das Wachstum sei vor allem durch lokale Anbieter gekommen, erklärte das Unternehmen. Facebook hat sich mit neuen Funktionen attraktiver für Werbekunden gemacht. So wurde die Suche nach Themen verbessert, in deren Umfeld Anzeigen geschaltet werden können.

Facebook nutzt nun zudem wie Twittter sogenannte Hashtags zum Auffinden von Beiträgen. Dabei wird einem Begriff ein Rautezeichen vorangestellt.

Das Werbewachstum sei so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr, sagte Finanzchef David Ebersman. «Es war ein starkes Quartal vom Anfang bis zum Ende.» Firmenchef Zuckerberg erklärte mit Blick auf das erste Jahr an der Börse, die Investitionen zahlten sich nun aus: «Wir haben eine gute Grundlage für die Zukunft gelegt».

SDA/mw

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