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Fall Vincenz: Zürcher Justiz ermittelt gegen Unbekannt

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung wegen Bankgeheimnisverletzung eröffnet.

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Der frühere Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz soll bei Firmenübernahmen ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Foto: Keystone
Der frühere Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz soll bei Firmenübernahmen ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Foto: Keystone

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat im Fall um den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt eröffnet. Hintergrund ist die Publikation von privaten Banktransaktionen im Jahr 2016. Damals veröffentlichte der Finanzblog «Inside Paradeplatz» detaillierte Informationen zu Transaktionen des Ex-Aduno-Chefs Beat Stocker ab seinen Konti bei der Bank Julius Bär. Unter anderem flossen Millionenbeträge an seinen Freund, Geschäftspartner und damaligen Raiffeisen-Chef Vincenz.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung der «Handelszeitung» vom Mittwoch. Aufgeschreckt durch die wiederholten Indiskretionen gab die Bank Julius Bär im Herbst 2016 eine interne Untersuchung in Auftrag, mit der herausgefunden werden sollte, wer im Finanzkonzern die mutmassliche Bankgeheimnisverletzung begangen habe.

Vorwurf der Bereicherung

Pierin Vincenz soll bei Firmenübernahmen der Kreditkartengesellschaft Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Aduno reichte im Dezember 2017, Raiffeisen im Februar 2018 Anzeige gegen Vincenz ein.

Ende Februar 2018 eröffnete die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen mehrere Personen eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Vincenz wurde dabei in Untersuchungshaft genommen. Mitte Juni 2018 wurde er wieder entlassen.

(SDA)

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