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Fertig mit Gratisarbeit bei Georg Fischer

Vier Stunden pro Woche haben die Mitarbeiter von Georg Fischer wegen des Frankenschocks gratis gearbeitet. Damit ist ab Januar wieder Schluss.

Die Zeiten von unbezahlten Extrastunden gehen zu Ende: Mitarbeiter des Georg-Fischer-Konzerns in Schaffhausen. (Archivbild)
Die Zeiten von unbezahlten Extrastunden gehen zu Ende: Mitarbeiter des Georg-Fischer-Konzerns in Schaffhausen. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone

Nach dem Frankenschock kehrt beim Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer (GF) wieder Normalität ein: Die Mitarbeitenden müssen nicht länger unbezahlte Mehrarbeit leisten. Ab nächstem Jahr gilt wieder die Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche statt 44.

Angesichts des positiven Effekts anderer ergriffener Massnahmen sowie einer leicht entspannten Währungssituation beende GF in Absprache mit seinen Personalvertretungen die Erhöhung der Arbeitszeit per Ende Dezember 2015, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Sonderprämie im Dezember

«Verwaltungsrat und Konzernleitung anerkennen das grosse Engagement der Mitarbeitenden in der Schweiz», schreibt der Konzern. Trotz der zusätzlichen Belastung im Privatleben hätten sie eine längere Arbeitszeit rasch akzeptiert. Als Anerkennung bezahlt Georg Fischer allen fest angestellten Mitarbeitenden in der Schweiz mit ihrem Dezembergehalt eine Sonderprämie von 1000 Franken.

Der Industriekonzern hatte im Februar die Arbeitszeiten wegen der Aufwertung des Frankens verlängert. Bereits damals hiess es, die Massnahme gelte bis Ende 2015. Dieser Fahrplan kann nun eingehalten werden.

Prozesse optimiert, Kosten gesenkt

Das Unternehmen hat der Mitteilung zufolge seine Hausaufgaben gemacht: GF hat in den letzten Monaten die Einkaufskonditionen bei Lieferanten neu verhandelt, verstärkt im Ausland eingekauft sowie Prozesse optimiert und Kosten an Schweizer Standorten gesenkt.

In der ersten Jahreshälfte hatte GF wegen der Frankenstärke 4 Prozent weniger Umsatz erzielt. Der Betriebsgewinn sank gegenüber der Vorjahresperiode um 4 Millionen auf 128 Millionen Franken – allerdings vor allem wegen Einmalkosten. Der Betriebsgewinn wurde laut GF von Einmalkosten von 10 Millionen Franken belastet, die aus der Aufwertung des Frankens in der Bilanz vom Januar stammten.

SDA/ofi

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