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Fiat-Chef mit 34

Bei Fiat übernimmt der Agnelli-Erbe und bisherige Vize-Chef John Elkann das Steuer – ein Zeichen der Hoffnung für die Anleger an der Börse.

Der Alte und der Neue: Di Montezemolo mit John Elkann vor der Presse am 20. April in Turin.
Der Alte und der Neue: Di Montezemolo mit John Elkann vor der Presse am 20. April in Turin.
Reuters

Der 34 Jahre alte Manager wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender und löst Cordero di Montezemolo ab, der dem Kontrollgremium seit 2004 vorstand. Die Mailänder Börse reagierte am Dienstag erfreut auf die Personalie, die Fiat-Aktie legte nach ersten Meldungen rund 3,7 Prozent zu. Elkann ist Enkel von Fiat-Übervater Gianni Agnelli, der das Automobilunternehmen jahrzehntelang führte, und wurde in den vergangenen Jahren für seine kommende Führungsaufgabe vorbereitet. 2004, ein Jahr nach dem Tod seines Grossvaters, wurde er zum stellvertretenden Aufsichtsratschef ernannt.

Elkann arbeitete in den vergangenen Jahren eng mit Montezemolo und Vorstandschef Sergio Marchionne zusammen, der den Konzern nach Jahren der Krise wieder stabilisiert hat. Die Familie Agnelli kontrolliert 30 Prozent der Fiat-Aktien. «Heute ist Fiat ein gesundes und konkurrenzfähiges Unternehmen, dass in allen Bereichen gewachsen ist», sagte am Dienstag der scheidende Aufsichtsratschef Montezemolo, «es gibt kein Drama mehr über eine Firma, die kurz vor dem Bankrott steht.»

Verluste im vergangenen Geschäftsjahr

Fiat hatte 2009 wegen schwacher Nachfrage nach Lastwagen und Baumaschinen rote Zahlen erwirtschaftet. Der Konzern, der aus den Bereichen Automobil, Agrar- und Baumaschinen, Industriefahrzeuge und Produktionssysteme besteht, wies für das Gesamtjahr einen Verlust von 838 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2008. Der Umsatz des Konzerns, der im vergangenen Juni beim amerikanischen Autobauer Chrysler eingestiegen war, verringerte sich um 16 Prozent auf 50,1 Milliarden Euro.

Die Autosparte mit den Marken Lancia, Alfa Romeo und Fiat profitierte im vierten Quartal 2009 allerdings kräftig von den Abwrackprämien in verschiedenen europäischen Ländern. Der Umsatz verbesserte sich von 5,7 Milliarden auf 7,2 Milliarden Euro. Laut Fiat war dies der höchste Umsatz in der Autosparte zum Ende eines Jahres. Am Mittwoch will Fiat seine strategische Ausrichtung für die Jahre 2010 bis 2014 vorstellen.

ddp/raa

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