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Flirt mit der Flut

Wir Schweizer lieben Staumauern. Dass nun einige verkauft werden sollen, stört uns. Zu Recht.

MeinungVon David Hesse

Die Nachricht sorgt für Unruhe: Unsere Stauseen werden verkauft. Weil der Energiekonzern Alpiq verschuldet ist und zum zweiten Mal in Folge einen Jahresverlust von über 800 Millionen Franken eingefahren hat, veräussert er Teile seines Wasserkraftportfolios. Gesucht werden «inländische und ausländische Investoren» mit langfristigem Anlagevorhaben im Bereich der nachhaltigen Energie. Jetzt heisst es zugreifen.

Die Bestände der Alpiq sind eindrücklich. Sie umfassen 16 Speicherkraftwerke in der Schweiz, darunter so berühmte Anlagen wie die Grande Dixence, deren See die Wasser von 35 Walliser Gletschern an der höchsten Gewichtsstaumauer der Welt sammelt. Auch die Kraftwerke Maggia und Blenio im Tessin und der Zervreila-Stausee bei Vals werden von Alpiq betrieben. Allein mit dem Strom aus Letzterem liessen sich gemäss der Firma 110'000 Schweizer Haushalte versorgen.

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