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Funke der Finanzkrise springt über: Schweiz rutscht in eine Rezession

Die Konjunkturforscher der ETH Zürich korrigieren ihre Prognosen nach unten: Nächstes Jahr wächst die Wirtschaft nur noch 0,3 Prozent.

Für das vierte Quartal 2008 und das erste Quartal 2009 erwarten die KOF-Ökonomen ein rückläufiges Bruttoinlandprodukt. Gemäss landläufiger Definition gelten zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem Wachstum als Rezession. Die letzte Rezession erlebte die Schweiz 2004. Damals betrug das Wachstum -0,2 Prozent.

Für das gesamte folgende Jahr erwartet die KOF noch ein geringes Wachstum von 0,3 Prozent nach 1,9 Prozent im laufenden Jahr. Allerdings dürfte rasch eine Erholung einsetzen. Für 2010 sagen die Zürcher Konjunkturexperten wieder ein Wachstum von 1,5 Prozent voraus.

Dramatischer Stimmungsumschwung in der EU

Schuld am Einbruch ist gemäss KOF vor allem ein «dramatischer Stimmungsumschwung» in der EU. Daher dürfte die Schweizer Export-Industrie einen starken Dämpfer erhalten. Der Export-Rückgang fällt zusammen mit einer Schwächephase der für die Schweiz ebenfalls sehr wichtigen Finanzbranche.

Der noch lebhafte private Konsum stützt die Wirtschaft zwar, kann den prognostizierten Einbruch aber nicht verhindern, sondern nur verzögern, wie Sturm erklärte. Der in den letzten Jahren stetige und starke Anstieg der Beschäftigung gehe zu Ende.

Arbeitslose: Geringer Anstieg

Der Beschäftigungsrückgang falle aber nicht so stark aus, dass es verbreitet zu konjunkturbedingten Entlassungen komme, sagte Sturm. Vielmehr würden Arbeitsplätze, die im Rahmen der üblichen Fluktuation frei würden, nicht mehr besetzt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit falle daher eher mässig aus.

SDA/vin

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