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Gates und Buffett wollen ans Geld anderer Milliardäre

Microsoft-Gründer Bill Gates und Investorenlegende Warren Buffett verfolgen ein 600 Milliarden Dollar schweres Projekt. Sie können erste Erfolge vermelden.

Zwei Superreiche als Philanthropen: Bill Gates und Warren Buffett.
Zwei Superreiche als Philanthropen: Bill Gates und Warren Buffett.
Keystone

Der amerikanische Grossinvestor Warren Buffett hat im Jahr 2006 entschieden, 99 Prozent seines etwa 47 Milliarden Dollar schweren Vermögens an die Bill & Melinda-Gates-Stiftung zu übergeben. Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda stellten ihrer Stiftung bislang mehr als 28 Milliarden zur Verfügung. Jetzt wollen Buffett und Gates, dass andere Milliardäre ihrem Beispiel folgen. Laut einem Bericht der US-Zeitschrift «Fortune» sollen «Hunderte reiche Amerikaner» dazu gebracht werden, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke abzugeben.

Buffett und Gates erhoffen sich von ihrem Einsatz Spenden in Höhe von 600 Milliarden Dollar. Diesen Beitrag haben sie aufgrund der «Forbes»-Liste der 400 reichsten Amerikaner berechnet. Wenn jeder, der auf dieser Rangliste figuriert, 50 Prozent seines Vermögens spendet, resultiert eine Summe von gegen 600 Milliarden.

Bisher 22 Milliarden eingesetzt

Gemäss Medienberichten haben die bisher angesprochenen Milliardäre positiv reagiert, einen Teil ihres Vermögens der Stiftung zu übergeben. «Die Zusage ist eine moralische Verpflichtung, kein rechtlicher Vertrag. Es geht nicht darum, eine besondere Sache oder Organisation zu unterstützen», heisst es in einer schriftlichen Erklärung zum Projekt der beiden Freunde. Gates und Buffett erklärten, sie seien nicht nur von anderen Milliardären inspiriert worden, sondern von den vielen Menschen, die grosszügig gespendet hätten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Seit ihrer Gründung 1994 verwendete die Stiftung des Ehepaars Gates mehr als 22 Milliarden Dollar für Gesundheitsprojekte in armen Ländern sowie für Bedürftige in den USA. Ein aktueller Schwerpunkt der Tätigkeit der Stiftung ist die Bekämpfung der Malaria sowie der Poliomyelitis (Kinderlähmung).

Auch Bloomberg will spenden

Zu den neuen Spendern der Gates-Stiftung gehören zum Beispiel der Immobilien- und Baumilliardär Eli Broad, der zusammen mit seiner Frau Edythe drei Viertel seines Vermögens von 5,7 Milliarden stiften will, oder New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. «Ich bin ein grosser Befürworter, alles herzugeben», sagt Bloomberg, der rund 18 Milliarden auf seinem Konto hat. Er hat sein Geld mit dem gleichnamigen Finanzdienstleister gemacht. «Ich habe immer gesagt, die beste Finanzplanung endet damit, den Scheck für den Bestatter platzen zu lassen.»

Gates und Buffett sollen die ersten Milliardärskollegen bei gemeinsamen Abendessen von ihrer Idee überzeugt haben. In den USA gehört es für die Reichen zum guten Ton, ihr Vermögen zu teilen. In der Wirtschaftskrise hatte die Spendenbereitschaft etwas abgenommen. Nach den Berechnungen der Wohltätigkeitsorganisation Giving USA fielen die Spenden im letzten Jahr um 3,6 Prozent auf knapp 304 Milliarden Dollar. Trotz erster Erfolge: Der Weg bis zum Ziel von 600 Milliarden ist für die Gates-Stiftung allerdings noch lang.

Gates und Buffett gehören zu den drei reichsten Menschen der Welt. Ihr Vermögen liegt laut «Forbes»-Liste bei 53 Milliarden beziehungsweise 47 Milliarden Dollar. Reicher ist nur noch der mexikanische Telekommunikations-Tycoon Carlos Slim.

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