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Gazproms Produktion auf Rekordtief

Der russische Gaskonzern leidet unter der Ukraine-Krise, den Sanktionen des Westens – und erstarkter Konkurrenz.

Produktion zurückgefahren: Ein Druckmesser einer Gasleitung an der slowakischen Grenze zur Ukraine. (2. September 2014)
Produktion zurückgefahren: Ein Druckmesser einer Gasleitung an der slowakischen Grenze zur Ukraine. (2. September 2014)
Keystone

Gazprom wird nach eigenen Angaben in diesem Jahr die geringste Menge Erdgas in seiner Geschichte produzieren. Das Unternehmen rechne mit einem Volumen von 444,4 Milliarden Kubikmeter.

Im vergangenen Jahr seien es 487,4 Milliarden Kubikmeter gewesen, sagte Firmensprecher Sergej Kuprijanow. Zu den Ursachen gehört der monatelange Preisstreit und die politische Krise mit der Ukraine sowie die Sanktionen des Westens.

Probleme auch auf Binnenmarkt

Im Juni hatte Gazprom seine Exporte in die Ukraine ausgesetzt, seinen zweitgrössten Markt nach Deutschland. Kürzlich stoppte Gazprom das Pipeline-Projekt South Stream. Diese Leitung sollte Erdgas durch das Schwarze Meer nach Südosteuropa bringen. Die Europäische Union (EU) ist bemüht, ihre Abhängigkeit von russischem Erdöl zu verringern. Gazprom liefert derzeit ein Drittel des in der EU benötigten Gases.

Die Exporte in die EU und die Türkei werden 2014 insgesamt um neun Prozent sinken. Entscheidend sei im nächsten Jahr nicht, wie viel Gazprom fördern, sondern wie viel es verkaufen könne, sagte Kuprijanow.

Probleme hat Gazprom aber auch auf dem Binnenmarkt. Andere Anbieter wie Novatek, Rosneft und Lukoil haben Boden gutgemacht und erweisen sich flexibler bei Preis- und Vertragsverhandlungen. Nach einer Einschätzung der Sberbank CIB, haben Gazproms Konkurrenten ihren Marktanteil in diesem Jahr auf 35 Prozent fast verdoppeln können.

(SDA)

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