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Gegen den Nachbarstand vors Gericht

Im Dunstkreis der Basler Uhrenmesse werden immer wieder Uhren verkauft, die den etablierten Marken sehr ähnlich sehen. Kontrollen am Flughafen und ein Messegericht sollen diese Geschäfte eindämmen.

Auch an der Baselworld steht nicht nur auf Schweizer Uhren «Genève». Foto: Keystone
Auch an der Baselworld steht nicht nur auf Schweizer Uhren «Genève». Foto: Keystone

Es ist einer der modernsten Gerichtssäle im Land: Fenster bis zum Boden, beste Sicht auf den Messeplatz. Hier, im Basler Messeturm, tagen während der grössten Uhrenmesse der Welt jeweils um 17 Uhr die sieben Richter der Baselworld. Sie entscheiden bei Streitigkeiten zwischen zwei Uhrenherstellern.

Wenn ein Hersteller unterliegt, darf er die betreffenden Uhren nicht mehr an der Messe zeigen, auch nicht in Prospekten. Das kann schmerzliche Umsatzeinbussen bedeuten. Zwar werden auf der Messe keine Uhren verkauft. Doch viele Hersteller unterzeichnen während der acht Ausstellungstage Lieferverträge im Umfang ihres halben Jahresumsatzes. Und wenn es um Geld geht, sind Trittbrettfahrer nicht weit. Das sind in diesem Fall Hersteller von Uhren mit kopierten Designs, falschen Herkunftsbezeichnungen oder gar geklautem Namen.

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