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Geht diese Rechnung wirklich auf?

45 statt 40 Stunden Arbeit pro Woche gegen den Frankenschock. Nur: Die Leistung sinkt mit zunehmender Arbeitszeit. Was Arbeitspsychologen den Firmen-Bossen raten.

Auch sie werden künftig länger arbeiten: Mitarbeiter des Stadler-Werks in Altenrhein. (Archiv)
Auch sie werden künftig länger arbeiten: Mitarbeiter des Stadler-Werks in Altenrhein. (Archiv)
Keystone

Georg Fischer war einer der ersten Schweizer Industriekonzerne, die als Reaktion auf die rasante Frankenaufwertung die Wochenarbeitszeit von 40 auf durchschnittlich 44 Stunden ohne Lohnanpassungen erhöhten. Andere Unternehmen wie Bühler, Feintool, Huber + Suhner , Stadler Rail, Straumann oder V-Zug – allesamt stark auf den Export ausgerichtet – sind dem Beispiel gefolgt und verlangen von ihren Beschäftigten ebenfalls längere Arbeitszeiten von drei bis fünf Stunden pro Woche. Sie versprechen sich davon einen höheren Produktionsausstoss bei gleichen Kosten und versuchen so, den preislichen Wettbewerbsnachteil aufgrund des starken Frankens mindestens teilweise zu kompensieren. Der Uzwiler Anlagenbauer Bühler etwa geht davon aus, dass er mit der um fünf Wochenstunden ausgedehnten Arbeitszeit die währungsbedingten Zusatzkosten von 80 Millionen Franken in etwa ausgleichen kann.

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