Zum Hauptinhalt springen

Genfer Banker stehen vor Gericht

Fünf ehemalige Kader sollen bei der Genfer Kantonalbank mit geschönten Bilanzen Milliardenverluste verursacht haben. Ab heute stehen sie vor dem Strafgericht.

Fünf Ex-Kader der Genfer Kantonalbank BCGE stehen ab heute Montag vor dem Genfer Strafgericht. Ihnen wird vorgeworfen, für das Kantonalbankdebakel mit Milliardenverlusten in den Jahren 1996 bis 1998 verantwortlich zu sein.

Der Mammut-Prozess dauert voraussichtlich zwei Monate lang. Die Verteidiger wollen allerdings am Montag eine Verschiebung des Prozesses erwirken. Sie haben in einem Rekurs ans Bundesgericht verlangt, dass der Gerichtspräsident Jacques Delieutraz in Ausstand treten soll. Das Bundesgericht wird in dieser Frage erst noch entscheiden.

Bilanzen geschönt

Auf der Anklagebank sitzen der ehemalige Verwaltungsratspräsident Dominique Ducret, der Ex-Generaldirektor Marc Fues, der ehemalige Vizedirektor René Curti sowie zwei Revisoren der Firma Ernest&Young. Sie alle müssen sich wegen Urkundenfälschung und qualifizierter ungetreuer Geschäftsführung vor dem Gericht verantworten.

Während drei Rechnungsperioden von 1996 bis 1998 sollen die ehemaligen Kader die Bilanzen geschönt haben, womit sie die Bank schliesslich in Gefahr brachten.

Zwei Milliarden vom Steuerzahler für Rettung

Im Jahr 2000 flog alles auf. Der Kanton Genf musste eingreifen, um den Untergang der Genfer Kantonalbank zu verhindern. Er gründete einen Fonds, der fünf Milliarden Franken an faulen Krediten übernahm. Die Bank, von ihren schlechten Immobiliengeschäfte entlastet, konnte so wieder Fuss fassen. Die Rettung der BCGE kostete die Genfer Steuerzahlenden im Endeffekt etwas mehr als zwei Milliarden Franken.

SDA/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch