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Gewinneinbruch bei der Bank Coop

Die Bank muss im ersten Halbjahr 2011 einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der bereinigte Reingewinn sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,6 Prozent auf 30,77 Millionen Franken.

Der Gewinneinbruch bei der Bank Coop kommt für die Tochter der Basler Kantonalbank nicht überraschend, wie sie schreibt: Im ersten Halbjahr 2010 hatte das Unternehmen aus dem Verkauf einer Beteiligung einen ausserordentlichen Ertrag verbuchen können. Das sei 2011 nicht mehr möglich gewesen.

Angesichts des weiterhin volatilen und vom Margendruck gekennzeichneten Finanzumfelds bezeichnet die Bank ihr Halbjahresergebnis als solide. Der Reingewinn sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,6 Prozent auf 30,77 Millionen Franken. Der Bruttogewinn ging um 5,3 Prozent auf 44,12 Millionen Franken zurück.

Rekordwachstum bei Spargeldern

Ein Rekordwachstum meldet die Bank Coop bei den Spargeldern. Per Ende Juni erreichten diese mit einem Plus von 5 Prozent ein Volumen von fast 7 Milliarden Franken. Die verwalteten Kundenvermögen betrugen Ende Juni 17,2 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 6 Prozent gegenüber Ende 2010.

Das Hypothekargeschäft hat sich ebenfalls positiv entwickelt, wenn auch etwas weniger stark als auch schon. Per Ende Juni betrugen die Hypothekarforderungen 11,93 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 2,1 Prozent gegenüber dem Stand von Ende 2010.

Wegen des anhaltend tiefen Zinsniveaus bevorzugen die Kunden weiterhin Festhypotheken, wie das Unternehmen schreibt. Nur noch 8,5 Prozent der Hypotheken sind variabel; Ende Dezember betrug der Anteil noch 9,5 Prozent.

Zinsgeschäft wieder rentabel

Erstmals seit Beginn der Finanzmarktkrise verzeichnete die Bank Coop einen steigenden Ertrag aus dem Zinsgeschäft. Dieser stieg um 2,6 Prozent auf 75,75 Millionen Franken. Das Kommissionsgeschäft litt unter den negativen Währungseinflüssen und der verhaltenen Börsenentwicklung: Die Bank verbuchte dort einen leichten Rückgang um 1,6 Prozent auf 34 Millionen Franken.

Der Betriebsertrag stieg leicht um 0,2 Prozent auf 116,92 Millionen Franken. Die Bilanzsumme blieb mit 14,27 Milliarden Franken nahezu unverändert (0,1 Prozent).

Verhaltener Optimismus

Für die Zukunft äusserte sich CEO Andreas Wespi gemäss Mitteilung verhalten optimistisch: «Im Bankengeschäft wirken die tiefen Margen im Inland nach wie vor belastend», sagte er. Eine Prognose für das zweite Halbjahr 2011 äusserst schwierig. Bei positiver Entwicklung rechne die Bank Coop mit einem ähnlichen Ergebnis wie im Vorjahr.

Seit Anfang 2011 verfügen die Bank Coop und ihr Mutterkonzern, die Basler Kantonalbank, über die gleiche Bankensoftware. Damit bestünden nun die technischen Voraussetzungen, um weitere Synergien zu nutzen, schreibt Bank Coop. Per 1. Juli legten die beiden Finanzinstitute unter der Leitung der Basler Kantonalbank ihre Kreditverarbeitungen zusammen.

SDA/pbe

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