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Gibt es bald Cannabis-Cola zu kaufen?

Der US-Getränkehersteller Coca-Cola erwägt, ins Geschäft mit Hanfgetränken einzusteigen.

Coca-Cola verhandelt mit einem kanadischen Produzenten von legalem Hanf.
Coca-Cola verhandelt mit einem kanadischen Produzenten von legalem Hanf.
Keystone

Die Ankündigung von Coca-Cola hat es in sich: Das Unternehmen teilte diese Woche mit, dass es ein Getränk mit Cannabis in Betracht ziehe. Coca-Cola prüfe den Einsatz des nicht berauschenden Inhaltsstoffs CBD in sogenannten funktionalen Getränken «sehr genau», hiess es.

Der Getränkehersteller bestätigte damit indirekt einen Bericht des TV-Senders BNN Bloomberg, wonach Coca-Cola Gespräche mit Aurora Cannabis führe – einem Hersteller von legalem Hanf aus Kanada. Ziel soll es demnach sein, gemeinsam ein gesundheitsförderndes Getränk zu lancieren.

Medizinisch wirkt CBD entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Für den Rausch beim Konsum von Cannabis sorgt hingegen die psychoaktive Substanz THC.

Glückstee und Hempfy in der Schweiz

In der Schweiz sind Getränke mit Hanfzusatz ohne berauschende Wirkung bereits erhältlich. Seit Jahren gibt es den Swiss Cannabis Ice Tea zu kaufen. Er ist vor allem noch in Selecta-Automaten zu finden. Auch der Glückstee der Migros enthält Hanf. Jungunternehmen wie Hempfy aus der Nähe von Nyon VD brauen Tonic aus THC-freiem Cannabis.

Grundsätzlich sind Hanferzeugnisse mit einem THC-Gehalt unter 1 Prozent hierzulande seit dem vergangenen Jahr legal. Im Sommer 2017 kamen die ersten mit Cannabis angereicherten Zigaretten in die Läden.

Nach Coop zogen Kioskbetreiberin Valora und Discounter Denner nach. Hanfzigaretten wurden vorübergehend zu einem Massenphänomen.

Das Geschäft mit zuckerhaltigen Limonaden hingegen gerät zusehends unter Druck. Die Hersteller sehen sich deshalb nach Alternativen um. Coca-Cola bietet nicht nur zuckerfreie Varianten seiner Softdrinks an, sondern senkte auch den Zuckergehalt einiger Getränke.

Die Zuckersteuer in Grossbritannien hat das Unternehmen schon Anfang des Jahres dazu gebracht, den Gesamtzuckergehalt seiner Produkte zu senken.

Kanada als wichtiger Markt

Kanada und einige US-Bundesstaaten haben Cannabis auch für nicht medizinische Zwecke als Genussmittel legalisiert. Nach dem US-Bundesrecht bleibt der Handel damit aber verboten, weshalb viele US-Konzerne vorsichtig sind. Kanada gilt deshalb als erstes grosses Absatzgebiet für ein Cannabis-Cola.

Bisher haben sich einzig Alkoholhersteller auf den Markt mit Hanfgetränken vorgewagt. So hat der Hersteller von Corona-Bier, Constellation Brands, mehr als vier Milliarden Dollar in Canopy Growth investiert. Dies, um auf Cannabis basierende Getränke zu produzieren. Canopy stammt ebenfalls aus Kanada.

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