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Glencore Xstrata steigert Gewinn um 167 Prozent

Mehr Umsatz und höherer Gewinn: Der Bergbau- und Rohstoffkonzern hat seine Halbjahreszahlen veröffentlicht.

Umsatzsteigerung um 1,8 Prozent: Glencore-Sitz in Zug. (Archivbild)
Umsatzsteigerung um 1,8 Prozent: Glencore-Sitz in Zug. (Archivbild)
Keystone

Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore Xstrata hat trotz niedriger Rohstoffpreise in der ersten Jahreshälfte einen Gewinn von 1,72 Milliarden Dollar eingefahren. Dies entspricht einer Steigerung von 167 Prozent gegenüber den aufgrund der Fusion von Glencore und Xstrata angepassten Zahlen vom letzten Jahr.

Die im Mai 2013 erfolgte Übernahme des Rohstoffabbauers Xstrata durch den Rohstoffhändler Glencore hatte das Ergebnis vor einem Jahr stark gedrückt. Ein Grossteil des Gewinns solle nun den Aktionären zufliessen, sagte Glencore-Chef Ivan Glasenberg am Mittwoch an einer Telefonkonferenz.

Nebst einer Dividendenerhöhung kündigte das Unternehmen mit Sitz im Kanton Zug ein Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe an. «Kein Bargeld wird ungebraucht bei uns herumliegen», sagte Glasenberg.

Verbesserung im Handel und in der Produktion

Das Betriebsergebnis (Ebit) steigerte der Konzern gegenüber den adjustierten Vorjahreszahlen um 14 Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar. Beim Handel konnten das Volumen und die Beschaffungsbedingungen insbesondere bei Getreidesorten, Kupfer, Zink und Nickel verbessert werden.

Auch in der Produktion sei dank Volumen- und Effizienzsteigerungen das Ergebnis gesteigert worden, heisst es im Halbjahresbericht. Als positive Beispiele wurden etwa die Kupfermine Mutanda in der Demokratischen Republik Kongo und der Kohleabbau in Australien erwähnt.

Beim Umsatz musste der Konzern einen Rückgang hinnehmen. Auf Proforma-Basis - das heisst unter fiktiver Annahme, Glencore und Xstrata hätten bereits im Januar 2013 fusioniert – sank der Umsatz um 6 Prozent auf 114,06 Milliarden Dollar.

Wieder Gewinnsteuern fällig

Auf dem Konzern lastet eine hohe Nettoverschuldung von 37,59 Milliarden Dollar. Berücksichtigt man den Ertrag aus dem Verkauf der peruanischen Kupfermine Las Bambas, sind die Schulden 5 Milliarden Dollar tiefer. Die Transaktion war eine Auflage der chinesischen Wettbewerbsbehörden bei der Fusion von Glencore und Xstrata.

Besser sah es im ersten Halbjahr für die Steuerbehörden aus. Während der Konzern im Halbjahr 2013 keine Gewinnsteuern zahlen musste, weist der Bericht für die erste Jahreshälfte eine Nettogewinnsteuer von 717 Millionen Dollar aus. Abzüglich von Verzögerungen wegen Währungsverlusten in Kasachstan betrage die Steuer noch 636 Millionen Dollar, was einer Steuerrate von 27,2 Prozent entspreche, heisst es weiter.

Für die Zukunft rechnet Glasenberg weiter mit sinkenden Kapitalaufwendungen. «Die Investitionen gehen zurück und sinken Richtung Instandhaltungsniveau», sagte Glasenberg. Ergänzende Zukäufe wollte er dennoch nicht ausschliessen. «Wir schauen uns vor allem bestehende Minen an und werden versuchen diese zu erwerben, wenn es opportun erscheint.»

SDA/ajk

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