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Glencore-Chef bekommt 59,5 Millionen Dividende

CS-Chef Dougan profitiert von günstigen Aktienkursen und Glencore-CEO Glasenberg bekommt eine satte Dividende bezahlt. Die Halbjahresbilanz seines Konzerns gibt jedoch aus anderen Gründen zu reden.

Keine Gewinnsteuern, guter Lohn: Glencore-Chef Ivan Glasenberg. (Archivbild)
Keine Gewinnsteuern, guter Lohn: Glencore-Chef Ivan Glasenberg. (Archivbild)
Keystone

9,2 Milliarden Dollar Verlust machte der Rohstoffgigant Glencore Xstrata im ersten Halbjahr 2013. Hauptgrund war ein Abschreiber in Höhe von 8,5 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Fusion zwischen Glencore und Xstrata. Dank dem Abschreiber bezahlt der fusionierte Konzern weiterhin keine Gewinnsteuern – und auch für Glencore-Chef Ivan Glasenberg haben die Milliardenverluste keine negativen Konsequenzen: Er bekommt laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar) eine Halbjahresdividende von 59,5 Millionen Dollar. Glasenbergs Abteilungsleiter in den Bereichen Kupfer, Öl, Zink und Kohle stehen jeweils zwischen 17,3 Millionen Dollar und 22,5 Millionen Dollar zu.

Aus dem Halbjahresergebnis resultiert gemäss Unternehmensrechnung auf Konzernebene eine Steuergutschrift von 163 Millionen. Diese Gutschrift ist allerdings bisher nicht bewilligt, wie die Zeitung weiter berichtet. «Die im Halbjahresbericht enthaltene Berechnung einer Steuergutschrift beruht auf firmeninternen Berechnungen», sagte Finanzdirektor Peter Hegglin der Zeitung. Das Vorgehen von Glencore stösst im Kanton Zug bis in bürgerliche Kreise hinein auf Kritik. «Zug hat stark von Glencore profitiert», sagt CVP-Kantonsparlamentarier Urs Raschle der «NZZ am Sonntag». «Aber wenn die Firma keine Steuern mehr zahlt, müssen wir offen darüber diskutieren, ob sie uns Zugern nicht mehr schadet als nützt.»

Dougans Aktienpaket ist 45 Millionen wert

Auch Brady Dougan, Chef der Grossbank Credit Suisse, kann sich über Gewinne freuen. Laut einem Bericht der «Schweiz am Sonntag» bekommt er dank eines Aktientausch-Programms sechs Millionen Franken. Letztes Jahr wandelte die CS-Führung nämlich Bargeld-Ansprüche aus einem Bonusprogramm in Aktien um. Der Entscheid, der von CS-Chef Brady Dougan ausging, erwies sich gemäss der Zeitung als goldrichtig. Der Ausgabekurs wurde zu einem Vorzugskurs von 16.29 Franken pro Aktie definiert. Wie sich im Rückblick zeigt, war dies ein perfektes Timing. Den absoluten Tiefkurs erreichte die CS-Aktie am 2. August mit 16.01 Franken. Tiefer sank sie nie mehr. Im Gegenteil: Die CS-Aktien gewann wieder das Vertrauen der Anleger, der Kurs startete durch. Letzten Freitag schloss sie mit 28.60 Franken – nahezu beim Höchst der letzten zwei Jahre. Dougan machte in einem Jahr eine Rendite von 75 Prozent.

Wie aus dem Geschäftsbericht 2012 hervorgeht, bezog der Spitzenbanker über eine halbe Million Aktienansprüche. Diese hatten beim Tausch einen Wert von 8,9 Millionen Franken. Beim heutigen Kurs ist das Aktienpaket bereits über 15 Millionen Franken wert. Der Kursgewinn beträgt somit über 6 Millionen Franken. Auch die weiteren sieben Geschäftsleitungsmitglieder machten beim einträglichen Wandelprogramm mit. Insgesamt beträgt ihr Buchgewinn gemäss heutigem Aktienkurs knapp 40 Millionen Franken. Im Gegensatz zur Darstellung in der «Schweiz am Sonntag» sind solche Wertsteigerungen nicht steuerfrei, wie CS-Sprecher Hans-Peter Wäfler gegenüber Redaktion Tamedia betont. Die gesamten Einkünfte aus Aktienansprüchen würden voll der Einkommenssteuer und Sozialabgaben, wenn sie ausbezahlt werden.

Brady Dougan setzt fast alles auf die CS-Aktie. Er besitzt per Anfang 2013 über 1,5 Millionen CS-Papiere und -Ansprüche. Vorausgesetzt, er hat im laufenden Jahr noch keine Aktien veräussert, beläuft sich der aktuelle Wert seines Credit-Suisse-Pakets auf knapp 45 Millionen Franken. Noch nie zuvor hat ein CS-Konzernchef derart viele CS-Aktien besessen, so die «Schweiz am Sonntag».

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