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GM verzichtet auf Facebook-Werbung – Zuckerberg will das Maximum

Auf dem sozialen Netzwerk Werbung zu machen, bringe wenig, sagt der US-Autokonzern General Motors. Gleichzeitig hat Facebook bekannt gegeben, mehr Aktien zu einem höheren Preis ausgeben zu wollen.

378'000 Menschen gefällt das: GM-Seite auf Facebook.
378'000 Menschen gefällt das: GM-Seite auf Facebook.
Screenshot Facebook

Facebook will aus dem Börsengang vom Freitag so viel Profit wie möglich herausholen. Wegen der grossen Nachfrage bietet das weltgrösste soziale Netzwerk 25 Prozent mehr Aktien an als bislang geplant. Damit könnte die Erstemission der Superlative in die Top Ten der grössten Börsengänge vorstossen.

Die Entscheidung des 28-jährigen Facebook-Gründers und Firmenchefs Mark Zuckerberg folgt kurz auf die Anhebung der Preisforderung. Die Aktien werden in einer Spanne von je 34 bis 38 Dollar angeboten statt der zuvor vorgesehenen 28 bis 35 Dollar. An die Anleger gebracht werden sollen nun rund 421 Millionen Aktien, das sind 84 Millionen mehr als bislang angestrebt, wie Facebook heute in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht erklärte.

Wasser auf die Mühlen der Skeptiker

Ebenfalls heute berichtete das US-Nachrichtenportal «Wall Street Journal», dass der US-Autobauer General Motors (GM) keine Anzeigen auf Facebook mehr schalten wolle. Der Konzern sei zum Schluss gekommen, dass Werbung im sozialen Netzwerk nur wenig Einfluss auf die Konsumenten zu haben scheint.

Diese Diskussionen um den Werbenutzen von Facebook kommen für das Unternehmen von Mark Zuckerberg zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Skeptische Investoren fragen sich schon länger, wie Facebook die hochgesteckten Erwartungen in Zukunft erfüllen kann. Ihrer Einschätzung zufolge hat das Unternehmen bisher keine Strategie aufgezeigt, wie es aus der wachsenden Zahl an Nutzern Kapital schlagen kann, die über mobile Geräte auf Facebook zugreifen.

Rückzug könnte Signalwirkung haben

Die Anleger könnten auf die Bedenken von GM sensibel reagieren, schreibt «Spiegel online»: Werbung ist die Haupteinnahmequelle von Facebook, GM ausserdem einer der wichtigsten Werbetreibenden in den Vereinigten Staaten. Der Rückzug des Konzerns könne deshalb Signalwirkung haben.

GM ist der drittgrösste Werbekunde in den USA und hat im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Dollar für Werbung ausgegeben. Stimmen die Angaben des «Wall Street Journal», ist davon nur ein relativ kleiner Teil an Facebook gegangen, nämlich etwa 10 Millionen Dollar. Dem Nachrichtenportal zufolge will das Unternehmen den Einsatz unbezahlter Werbung auf Facebook mit der Schaffung und Unterhaltung eigener Facebook-Seiten fortsetzen und ausbauen.

(AFP)

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