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Goldman ist wieder der alte Goldesel

Goldman Sachs hat sich von der Misere im Vorjahr erholt und überrascht mit einem Gewinn von 1,5 Milliarden. Grund für das gute Ergebnis sind vor allem Mehreinnahmen von 49 Prozent im Investmentbanking.

Im letzten Jahr musste die US-Grossbank einen Verlust von 428 Millionen Dollar verbuchen: Eine Filiale von Goldman Sachs in New Jersey.
Im letzten Jahr musste die US-Grossbank einen Verlust von 428 Millionen Dollar verbuchen: Eine Filiale von Goldman Sachs in New Jersey.
Keystone

Die US-Grossbank Goldman Sachs hat im dritten Quartal von der Erholung der Finanzmärkte profitiert und überraschend viel verdient. Das Geldhaus wies am Dienstag einen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 428 Millionen Dollar zu Buche gestanden hatte.

Die Einnahmen stiegen um 133 Prozent auf 8,35 Milliarden Dollar und lagen damit deutlich über den Prognosen der Analysten, die 7,3 Milliarden Dollar erwartet hatten. Zu dem Ergebnis trugen vor allem Zuwächse bei Wertpapieranlagen, die von der jüngsten Konjunkturspritze der US- Notenbank Federal Reserve profitierten. Gut lief es auch im Investmentbanking, wo die Einnahmen um 49 Prozent stiegen.

«Die Leistung in diesem Quartal war grundsätzlich solide vor dem Hintergrund eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds», sagte Bankchef Lloyd Blankfein am Dienstag in New York. Die meisten Sparten lieferten bessere Ergebnisse, etwa die Anleihen. Vor allem stieg aber der Wert der Beteiligung an der chinesischen Bank ICBC.

US-Grossbanken sahnen wieder ab

Goldman ordnete sich damit in die Reihe positiver Bilanzen von US- Bankenriesen wie JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup ein. Die Belebung im Kapitalmarktgeschäft, das im Frühsommer wegen der Unsicherheit durch die Euro-Schuldenkrise fast zum Erliegen gekommen war, trug massgeblich zu dem Ergebnis bei.

US-Grossbanken verdienen inzwischen wieder so viel wie vor der Finanzkrise. Branchenprimus JP Morgan strich im dritten Quartal netto 5,7 Milliarden Dollar ein, Konkurrent Wells Fargo fünf Milliarden Dollar.

Finanzkrise bald beendet?

Bei der Citigroup verhagelten zwar milliardenschwere Abschreibungen auf ein Broker-Joint-Venture das Nettoergebnis. Bereinigt um Sonderposten wuchs der Gewinn allerdings um 27 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar.

Von solchen Ergebnissen sind europäische Geldhäuser noch weit entfernt. Die Zahlen stimmen Anleger aber optimistisch, dass sich die Krise im Finanzsektor nach fünf Jahren langsam dem Ende zuneigt.

SDA/wid

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