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Goldman Sachs kauft sich für 5 Milliarden Dollar frei

Mit dem milliardenschweren Vergleich will die US-Grossbank Altlasten aus der Finanzkrise loswerden, die ihre dubiosen Wertpapiere mitverursachten.

Knapp zwei Milliarden Dollar sollen an geschröpfte Anleger und an Hausbesitzer gehen: Das Aushängeschild von Goldman Sachs am New York Stock Exchange. (15. Juli 2014)
Knapp zwei Milliarden Dollar sollen an geschröpfte Anleger und an Hausbesitzer gehen: Das Aushängeschild von Goldman Sachs am New York Stock Exchange. (15. Juli 2014)
Justin lane, Keystone

Das US-Justizministerium und die Investmentbank Goldman Sachs haben einen Rechtsstreit um Geschäfte mit minderwertigen Hypthekenpapieren nun endgültig beigelegt. Demnach wird die Bank insgesamt fünf Milliarden Dollar (etwa 4,4 Milliarden Euro) wegen des Verkaufs dubioser Wertpapiere vor dem Zusammenbruch des US-Häusermarktes und der schweren Finanzkrise 2008 zahlen, wie beide Seiten am Montag mitteilten.

Goldman Sachs hatte den Deal bereits im Januar bekannt gegeben, doch damals brachten Bundesbeamte zusätzliche Vorwürfe gegen die Bank vor. Die Übereinkunft ist die jüngste in einer ganzen Serie milliardenschwerer Deals mit US-Grossbanken, die minderwertige Hypothekenpapiere im grossen Stil an Anleger verkauft hatten.

1,8 Milliarden Dollar für Hausbesitzer und Anleger

Die Immobilienblase war in den USA schliesslich geplatzt und hatte 2008 zu einer Finanzkrise geführt, die auch Europa erfasste. Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase & Co hatten sich mit dem Justizministerium in den zurückliegenden zwei Jahren geeinigt.

Von den fünf Milliarden Dollar soll Goldman Sachs 2,4 Milliarden Dollar an Zivilstrafe zahlen. Weitere 1,8 Milliarden Dollar sollen an Hausbesitzer und geschröpfte Anleger gehen. 875 Millionen Dollar sind für andere Ansprüche reserviert.

SDA/mch

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