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«Grosszügige Geschenke» an die Pharmaindustrie

Konsumentenschutz, Preisüberwacher und Kassen kritisieren den Bundesrat. Die Pharmabranche kann mit der neuen Preisfestsetzung von Medikamenten leben.

Der Bundesrat will die Medikamentenpreise nicht senken. Foto: Gaetan Bally (Keystone)
Der Bundesrat will die Medikamentenpreise nicht senken. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Am schärfsten kritisiert die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) die künftigen Regeln für Medikamentenpreise. Die SKS malt ein düsteres Bild für die Prämienzahler. Bei den vom Bundesrat verordneten Neuerungen sei vorwiegend die Pharmaindustrie die Gewinnerin. «Dies ist unverständlich, da kein Wirtschaftszweig dermassen floriert und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten konstant hohe Gewinne ausweist», schreibt die SKS in einer Stellungnahme. Auch künftig werde die Branche vom Staat mit grosszügigen Geschenken bedacht. Nach Ansicht des Konsumentenschutzes werden aufgrund des Auslandsvergleichs künftig geringere Preissenkungen resultieren, weil der Bundesrat der Pharmabranche Zugeständnisse gemacht habe. Zwar entfalle die Toleranzmarge, hingegen werde der alte Preis berücksichtigt.

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