Schweiz ermittelt gegen russischen Ex-Vizeminister
Ein früherer Vize-Agrarminister liess laut russischer Regierung bei Deals mit Sonnenblumenöl Millionen verschwinden. Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt.

Die Korruptionsaffäre hat ihren Ursprung in Moskau, aber sie wuchert bis nach Bern, und es stehen sich zwei mächtige Gegner gegenüber. Hier der russische Staat, dort ein Ex-Politiker und Unternehmer, dessen Firmengruppe Masloprodukt nach eigenen Angaben einst über 300 Millionen Dollar wert war.
Es geht um Sonnenblumenöl und um eine staatliche Organisation, die Rosagroleasing. Diese hilft Bauern oder Agrarunternehmern bei der Finanzierung von Traktoren, Mähdreschern und anderen Maschinen. Bei dieser Agentur soll gemäss Regierung über eine Milliarde Rubel verschwunden sein – und der Verdacht geht dahin, dass Teile davon in der Schweiz landeten.

