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Gute Noten für die Schweizer Flugaufsicht

Die Schweiz verfügt laut einem neuen Gutachten über ein zweckmässiges und gut funktionierendes Aufsichtssystem über die zivile Luftfahrt. Einzelne Punkte werden dennoch kritisiert.

Kontrolle über den Luftraum: Fluglotsen von Skyguide in Wangen bei Dübendorf.
Kontrolle über den Luftraum: Fluglotsen von Skyguide in Wangen bei Dübendorf.
Keystone

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO, die im letzten Frühling ein umfassendes Audit durchführte, bescheinigt der Schweizer, dass ihr Aufsichtssystem über die Zivilluftfahrt gut funktioniert. Das umfangreiche Audit besteht aus acht Teilbereichen: Rechtsetzung, Organisation, Lizenzwesen, Flugoperationen, Lufttüchtigkeit von Fluggeräten, Flugsicherung, Flugplätze und Flugunfalluntersuchungen.

Wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) am Freitag mitteilte, attestierten die Auditoren der Schweiz, über eine zweckmässige Organisation, funktionierende Prozesse und gut qualifiziertes Personal in der Sicherheitsaufsicht zu verfügen. Eigentliche Sicherheitsmängel im System der Schweizer Zivilluftfahrt hätten die Kontrolleure keine festgestellt.

Diverse Abweichungen von Vorgaben

Dennoch konstatierten die Auditoren verschiedene Abweichungen von den Vorgaben der ICAO. Dabei handelt es sich vor allem um formale Aspekte. So stimmen etwa einzelne europäische Regelungen für den Betrieb von kommerziellen Flugzeugen, die auch in der Schweiz gelten, nicht mit den Regelungen der ICAO überein.

Dieses Thema würden die nationalen Behörden auf europäischer Ebene angehen, schreibt das Bazl. Als weiteren kritischen Punkt erwähnt der Bericht die knappen Ressourcen beim Bundesamt für die Aufsicht über die Flugsicherung und den Flugwetterdienst. Diesen Mangel werde das Amt dank der von Bundesrat und Parlament genehmigten zusätzlichen 24 Stellen für Sicherheitsaufgaben in den kommenden Monaten beheben können, heisst es hierzu.

Gut im internationalen Vergleich

Mit einer Abweichung von 10,9 Prozent von den ICAO-Standards sei der schweizerische Wert weit besser als der Durchschnitt aller ICAO- Staaten (41,3 Prozent), so das Bazl weiter. Auch im Vergleich mit dem Durchschnitt der Mitgliedstaaten der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA (22 Prozent) stehe die Schweiz gut da.

Die ICAO hatte bereits in den Jahren 2000 und 2003 ein Audit und eine Nachprüfung beim Bazl durchgeführt. In der Folge ging das Amt von punktuellen Kontrollen zu einem systematischen Sicherheits- und Risikomanagement über. Damit verbunden waren eine tief greifende Reorganisation des Bundeamtes und ein Personalausbau.

SDA/raa

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