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H & M will Fabrikbesitzer zu höheren Löhnen bewegen

Der Branchenriese möchte als gutes Beispiel vorangehen und höhere Löhne in Textilfabriken in Bangladesh und Kambodscha erwirken. Fabrikbesitzer sollen ihren Arbeitern so viel bezahlen, dass diese davon leben können.

H & M will ihre Existenz sichern: Kambodschanische Textilarbeiterinnen in einer Fabrik in Phnom Penh. (Archivbild)
H & M will ihre Existenz sichern: Kambodschanische Textilarbeiterinnen in einer Fabrik in Phnom Penh. (Archivbild)
Keystone

Die Forderungen asiatischer Textilarbeiter nach höheren Löhnen finden bei Hennes & Mauritz offenbar Gehör. Der Branchenriese aus Schweden kündigte heute an, im kommenden Jahr mit einem Pilotprojekt in zwei Fabriken in Bangladesh und Kambodscha ein System für eine faire Bezahlung anzustossen.

Fabrikbesitzer sollten zu Tarifen ermutigt werden, die den Arbeitern den Lebensunterhalt sicherten. Bis 2018 solle dieses Modell auf alle 750 Anlagen ausgedehnt werden, in denen Kleidung für die Modekette genäht werde. Die Löhne sollten jährlich ausgehandelt und von Gewerkschaftern oder Betriebsräten überprüft werden.

Gewaltsame Proteste

H & M presche voran, weil die Lohnentwicklung in einigen Ländern nur schleppend vorankomme, erklärte das Unternehmen bei einer Konferenz über faire Löhne weiter. Die Branche solle dies als Ermutigung auffassen und H & M folgen.

In den vergangenen Wochen war es in Bangladesh trotz der Zusicherung von Lohnerhöhungen zu gewaltsamen Protesten von Textilarbeitern gekommen. Nach einer Serie schwerer Unfälle und dem Einsturz eines Fabrikgebäudes mit mehr als 1130 Toten im April ist die Branche dort in die Kritik geraten.

H & M lässt den Grossteil seiner Kleidung in Asien nähen – vor allem in Bangladesh. Aus der kollabierten Fabrik bezogen die Schweden aber keine Ware.

SDA/rbi

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