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Hedgefonds verdienen nach SNB-Entscheid

Das Ende der Frankenuntergrenze hat viel Geld vernichtet, aber auch Gewinner hervorgebracht – zum Beispiel einen Hedgefonds aus Pfäffikon SZ.

Gute Geschäfte gemacht: Pfäffikon im Kanton Schwyz, Sitz des erfolgreichen Hedgefonds.
Gute Geschäfte gemacht: Pfäffikon im Kanton Schwyz, Sitz des erfolgreichen Hedgefonds.
Keystone

Laut der Zeitung «Schweiz am Sonntag» ist Quaesta Capital AG aus Pfäffikon SZ einer der wenigen Hedgefonds, der nach der Kapitulation der Nationalbank stark profitiert haben. Die Fonds-Manager spekulierten darauf, dass die SNB den Kurs nicht halten wird. Und sie bekamen recht. Sie setzten dabei sogenannte Euro-Franken-Put-Optionen ein, die der Gesellschaft das Recht geben, Euros zu einem bestimmten Frankenbetrag zu verkaufen.

Quaesta Capital betreibt zwei Fonds, FX v-Pro Standard und v-Pro Dynamic, wobei letzterer mit Fremdkapital gehebelt ist. Sie legten in der letzten Woche massiv zu: Die Jahresperformance schoss auf 14,5 Prozent, wie auf der Website von Quaesta Capital nachzulesen ist. Thomas Suter, der Chef des Hedgefonds, wehrt sich gegen den Vorwurf, gegen die Nationalbank spekuliert zu haben. Zur «Schweiz am Sonntag» sagt er: «Wir haben den Event der Nationalbank nicht gerochen. Es wäre also völlig falsch zu sagen, wir hätten gegen die SNB gewettet.»

Laut Suter hätte Quaesta Capital auch gewonnen, wenn der Euro substanziell gestiegen wäre. Denn die zugrunde liegende Investmentstrategie nutze grosse Marktschwankungen aus. Gerade wenn es extreme Bewegungen auf den Devisenmärkten gebe, profitiere der Fonds stark. Teil der Strategie sei es, Optionen zu kaufen, welche einen sehr tiefen Preis haben und dementsprechend zumeist wertlos verfallen. Wenn dann ausserordentliche, zumeist unerwartete grosse Marktbewegungen stattfinden, könne der Fonds von diesen Bewegungen substanziell profitieren. Im Fall der SNB seien die entsprechenden Positionen bereits vor längerer Zeit eingegangen worden.

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