Zum Hauptinhalt springen

H&M soll Schutzvorschriften verletzt haben

Im Zentrallager der Modekette im solothurnischen Neuendorf herrschen riskante Arbeitsbedingungen für Lageristen.

H&M in der Kritik: Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. Bild: Keystone.
H&M in der Kritik: Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. Bild: Keystone.

Schwere Vorwürfe gegen die Modekette Hennes & Mauritz (H&M): Wie die «Aargauer Zeitung» in der heutigen Ausgabe schreibt (Artikel online nicht verfügbar), würden Schutzmassnahmen für Lageristen nicht eingehalten. Konkret geht es um das zentrale Verteillager im solothurnischen Neuendorf. Angeblich müssten die 200 Mitarbeiter ohne geeignete Hilfsmittel wie Leitern oder Stapler die Waren ein- und auslagern. Riskant sei besonders die Praxis, dass die Lageristen die Lagergestelle erklettern müssten.

Klare Vorschriften von der Suva

Wird in Neuendorf tatsächlich ohne Hilfsmittel gearbeitet, dann muss die riskante Arbeit der Suva zufolge per sofort eingestellt werden: «Wird diese Regel verletzt, gilt für den Vorgesetzten und Mitarbeitende: Stopp! Die Arbeit kann erst weitergeführt werden, wenn die Gefahr behoben ist», wird Suva-Sprecher Serkan Isik zitiert.

Die Pressestelle von H&M nimmt zu den Vorwürfen wie folgt Stellung: «H&M stellt sicher, dass alle lokalen Gesetze befolgt werden.» Wie die «Aargauer Zeitung» schreibt, gebe H&M die widerrechtliche Praxis aber zu. Zwar würden Kleidungsstücke «überwiegend» aus den niedrigeren Gestellfächern geholt. Zu der riskanten und verschleissenden Arbeit am obersten Fach heisst es aber: «Bisher hat H&M Schweiz keine direkten Feedbacks oder Beschwerden von Mitarbeitern erhalten, dass das Setup (...) ein potenzielles Risiko im Arbeitsumfeld darstellt.»

Arbeitsdruck nimmt zu

Generell sei der Arbeitsdruck in dem 25'000 Quadratmeter grossen Lager immens, wie die «Aargauer Zeitung» weiss. Die Sollvorgabe für die Lageristen sei um das Doppelte erhöht worden. «Früher waren es 20 bis 25 Kartons, die die Arbeiter pro Stunde einlagern mussten, jetzt sind es 40 bis 50 Kartons», geben ehemalige Mitarbeitende zu Protokoll.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch