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Höchste Zeit, die Rechte der Anleger zu stärken

Wirtschaftsredaktor Bruno Schletti über die scheinheilige Empörung der Banken.

Die Empörung der Banker ist gross. Da wollen ihnen einmal mehr die bösen Regulatoren mit neuen Gesetzesparagrafen ins Handwerk pfuschen. Ausgerechnet ihnen, die doch nur das Beste für die Kundschaft anstreben. Man sei noch nie wegen Falschberatung eingeklagt worden, sagt etwa der Chef der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Mag sein. Doch ist das ein Grund, die Machenschaften auf dem Schweizer Finanzplatz schönzureden?

Praktisch in Sichtweite der Basellandschaftlichen Kantonalbank, im aargauischen Frick, zog ein mutmasslicher Betrüger im ASE-Skandalfall die Fäden, assistiert von der Basler Kantonalbank als Depotbank. Ein kleiner Fall gemessen an den Verlusten, den die Credit-Suisse-Gruppe mit dem Vertrieb sogenannt kapitalgeschützter Lehman-Papiere vielen Kunden eingebrockt hatte. Es gibt die Vertriebsentschädigungen, die den Kunden über Jahre vorenthalten wurden. Es gibt all die Banken, die im grenzüberschreitenden Geschäft erst Schwarzgeldkunden anlockten, um sie am Ende fallen zu lassen. Wie nur können Banker so tun, als ob kein Handlungsbedarf bestünde?

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