Zum Hauptinhalt springen

Hotelplan in den roten Zahlen

Das Touristikunternehmen hat auch in diesem Jahr keinen Gewinn gemacht. Um wieder schwarze Zahlen zu schreiben, will Hotelplan ins Skigeschäft in Grossbritannien investieren.

Hofft auf 2011: Das Touristikunternehmen Hotelplan.
Hofft auf 2011: Das Touristikunternehmen Hotelplan.
Keystone

Das Touristikunternehmen Hotelplan kommt auch im laufenden Jahr nicht aus der Verlustzone. «Wir bleiben noch einmal rot. Ab 2011 wird das anders aussehen», sagte Hotelplan-Chef Hans Lerch in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Der Turnaround in der Schweiz sei noch nicht abgeschlossen, aber weit fortgeschritten. «2011 wird die Gruppe Gewinn schreiben», sagte Lerch: «Wir reden von einem Reingewinn, auch wenn es nur ein kleiner wäre».

Auch Schweinegrippe stürzte in die roten Zahlen

Nachdem bereits das Vorjahr schlecht gelaufen war, hatten die Wirtschaftskrise, Währungseffekte und die Schweinegrippe Hotelplan im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende Oktober) vollends in die roten Zahlen gestürzt. Die Migros-Reisetochter erlitt einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 21,6 Millionen Fr. nach einem Betriebsgewinn von 13,6 Millionen Fr. ein Jahr zuvor.

Was unter dem Strich stand, ist nicht bekannt, weil Hotelplan im Gegensatz zu den Vorjahren das Reinergebnis nicht mehr veröffentlichte. Der Umsatz ging von 1,93 Mrd. Fr. auf 1,62 Mrd. zurück.

Zukäufe angestrebt

Um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, strebt Hotelplan Akquisitionen an: «Wir würden gern noch ein, zwei profitable Nischenplayer wie das Skigeschäft in Grossbritannien dazukaufen», sagte Lerch. Damit solle Hotelplan vom Massengeschäft der Schweiz und Italiens unabhängiger werden. «Wir reden hier von Zukäufen mit Umsatzgrössen von 100 Millionen bis 150 Millionen Euro.»

Eine Beteiligung der Migros an Hotelplan-Konkurrent Kuoni sei im Moment kein Thema. Es gebe bei beiden Unternehmen grosse Hürden - im Verwaltungsrat, bei der Stiftung von Kuoni und vor allem auch bei der Migros, sagte Lerch.

Bei einem wie auch immer gearteten Zusammenschluss von Kuoni mit Hotelplan hätte Kuoni einen bestimmenden Einfluss auf die Migros- Tochter. «Und für die Migros ist die Vorstellung, die Kontrolle über Hotelplan zu verlieren, kaum akzeptabel», sagte Lerch.

SDA/ske

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch